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Detailfragen zur Auszeit vom Job

| 30.06.2018 12:26 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

auf welche Zeitspanne bezogen wird bei freiwillig GKV-Versicherten die Mindestbemessungsgrundlage berechnet und werden bereits durch nicht-selbständige Arbeit entrichtete GKV-Beiträge angerechnet? Genügt mindestens einmalig pro Jahr einen sog. Mini- oder Midijob anzunehmen um die Anrechnung von Kapitaleinkünften auf die Krankenkassenbeiträge zu verhindern? Wie kann ich prinzipiell Sozialversicherungsbeiträge einsparen (bspw. durch Selbständigkeit)?

Mit freundlichen Grüßen
Fragesteller

Einsatz editiert am 03.07.2018 11:02:42
04.07.2018 | 09:46

Antwort

von


(83)
Zweinaundorferstrasse 1
04318 Leipzig
Tel: 015731344210
Tel: 034197475372
Web: http://www.kanzlei-vicky-neubert.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Berechnet wird immer für das Kalenderjahr welches folgt. Hierzu gilt es ein Formular auszufüllen. Entweder startet man in die Selbstständigkeit und muss das Einkommen welches man erzielt schätzen und mit einer sogenannten Ertragsvorausschau "belegen". Oder man beantragt (seit 2018 möglich) diese rückwirkend und muss entsprechende Nachweise erbringen. Bei Selbstständigen muss die Einnahmen-Überschussrechnung jedes Jahr vorgelegt werden.

Bei der Prüfung der Voraussetzungen für die Anwendung der niedrigeren Mindestbemessungsgrenze werden die gesamten Einkommens- und Vermögensverhältnisse der sogenannten Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt. Dazu gehört neben dem Mitglied auch der Ehegatte bzw. Lebenspartner, sofern sie nicht dauernd getrennt leben. Auch Einkünfte und Vermögen von Personen, die mit dem Mitglied in eheähnlicher Gemeinschaft leben, werden berücksichtigt. Für im Haushalt lebende Kinder werden bestimmte Freibeträge von dem Einkommen abgezogen.

Die Berücksichtigung der Mindestbemessungsgrenze in Höhe von 1.522,50 EUR (2018) ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:
Das Familieneinkommen darf nicht mehr als 4.567,50 EUR (2018) monatlich betragen.
Es werden keine steuerpflichtigen Einkünfte aus Kapitalvermögen und keine positiven oder negativen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt.
Das Vermögen des freiwilligen Mitgliedes oder seines Partners darf jeweils 12.180 EUR nicht übersteigen.

Sofern ich Ihre Frage mit dem Umgehen der Anrechnung von Kapitalvermögen richtig deute, kann ich Ihnen sagen dass sofern Sie nicht hauptberuflich selbstständig sind und der Arbeitgeber des Minijobs die Versicherung übernimmt, sie natürlich Glück haben.

Beiträge einsparen können Sie bei Selbstständigkeit nur bedingt. Denn wenn Sie erfolgreich sind mit dem was Sie tun, dann übersteigen Sie schnell die Mindestbemessungsgrenze aufgrund Ihres Einkommens. Eine nebenberufliche Tätigkeit ist zwar geeignet um Sozialbeiträge zu sparen, aber Achtung, Sie müssen aufpassen, dass Sie nicht in eine Steuerklasse rutschen, die Ihnen diese Vorteile wieder zu nichte macht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2018 | 12:51

Sehr geehrte Frau Neubert,

momentan steht die Verrechnung der GKV-Beiträge aus nicht-selbstständiger Arbeit und freiwilliger Versicherung für 2018, bezahlt und etwaig zu entrichtend, im Fokus; konkret: Muss ich für 2018 ganzjährig 142,10€ monatlich nachzahlen, obwohl ich laut Lohnsteuerbescheinigung bereits GKV-Beiträge von fast 1000€ entrichtet habe? (Meine monatliche Mindestbemessungsgrundlage für 2018 ist 1015€)

Mein Hintergedanke war Mehrausgaben für die GKV bei Kapitaleinkünften durch Veräußerung von Aktienfondsanteilen zu vermeiden; konkret: Ich möchte Abgaben über die 25% Abgeltungssteuer hinaus durch ein kurzfristiges Arbeitsverhältnis in 2019, wie einen sog. Mini- oder Midijob, vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Fragesteller

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2018 | 14:35

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst entschuldigen Sie bitte die krankheitsbedingt lange Wartezeit.

Zu Ihrer Nachfrage, kann ich Ihnen mitteilen, dass eine Nachzahlung nur dann erfoglt, sollten Ihre Einkünfte die Bemessungsgrenze der GKV welche für Sie festgelegt wurde überschreiten.

Die GKV nimmt nicht automatisch die Mindestbemessungsgrenze an, diese muss mit Nachweisen unterlegt beantragt werden.

Zu Ihrer anderen Nachfrage: Ich möchte Abgaben über die 25% Abgeltungssteuer hinaus durch ein kurzfristiges Arbeitsverhältnis in 2019, wie einen sog. Mini- oder Midijob, vermeiden.

Ein Umgehen der Abgeltungssteuer ist nicht möglich, da die Kapitalerträge direkt an der Quelle, also von den Banken bereits vor der Wertstellung der Erträge auf das Konto des Kunden, abgeführt werden. Eine Vermeidung ist nur möglich, indem Geldanlagen getätigt werden, die nicht der Abgeltungssteuer unterliegen. Beispielsweise bei privaten Devisengeschäften oder bei bestimmten Investments möglich, odern anderem Anlageverhalten.

Bewertung des Fragestellers 11.07.2018 | 17:51

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"Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber spätestens die prägnante Nachfrage hätte zur präzisen Beantwortung führen müssen. Ich weiß momentan weder ob die zusätzliche Zahlungsaufforderung meiner GKV rechtens ist, noch ob die Auflösung meines Aktiendepots weitere GKV-Beitragsforderungen nach sich ziehen wird. Spreche ich etwa Chinesisch? :-)

Update: Ihre 3. Antwort auf meine Frage ist wahrscheinlich falsch, da ich hier bereits viel recherchiert habe. Es tut mir Leid, aber offenbar konnte auch meine lockerere Art sie nicht erreichen. Ich spreche daher Klartext: Sie sollten nur Fragen gegen Honorar beantworten deren Beantwortung sie völlig beherrschen. Da sie jedoch eine schwere Frage in eine einfache Frage zu verwandeln vorgezogen haben, steht ihnen ihr Honorar formal zu. Meine Fragen zum Sabbatical werde ich nun selber beantworten müssen. Mehr ihrer kostbaren Zeit werde ich nicht mehr in Anspruch nehmen."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.07.2018
2,8/5,0

Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber spätestens die prägnante Nachfrage hätte zur präzisen Beantwortung führen müssen. Ich weiß momentan weder ob die zusätzliche Zahlungsaufforderung meiner GKV rechtens ist, noch ob die Auflösung meines Aktiendepots weitere GKV-Beitragsforderungen nach sich ziehen wird. Spreche ich etwa Chinesisch? :-)

Update: Ihre 3. Antwort auf meine Frage ist wahrscheinlich falsch, da ich hier bereits viel recherchiert habe. Es tut mir Leid, aber offenbar konnte auch meine lockerere Art sie nicht erreichen. Ich spreche daher Klartext: Sie sollten nur Fragen gegen Honorar beantworten deren Beantwortung sie völlig beherrschen. Da sie jedoch eine schwere Frage in eine einfache Frage zu verwandeln vorgezogen haben, steht ihnen ihr Honorar formal zu. Meine Fragen zum Sabbatical werde ich nun selber beantworten müssen. Mehr ihrer kostbaren Zeit werde ich nicht mehr in Anspruch nehmen.


ANTWORT VON

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