Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Der Sohn aus erster Ehe lebt jetzt bei uns, muss mein Mann immer noch Unterhalt an die Ex-Frau zahle


29.04.2005 13:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag!

Mein Mann war 17 Jahre verheiratet und hat aus 1. Ehe einen Sohn, 15 Jahre, der seit kurzem bei uns wohnt, da seine Mutter, die das alleinige Sorgerecht besitzt, sich nicht um ihn gekümmert hat. Der Sohn möchte auch in Zukunft unbedingt bei uns wohnen bleiben!

Die erste Frau meines Mannes ist zur Zeit nicht berufstätig, sie hat eine Halbtagstätigkeit, die sie bereits vor der Trennung ausübte, aus eigenem Verschulden (Betrug) vor über einem Jahr verloren, ist seitdem arbeitslos und lebte bislang unseres Wissens vom Arbeitslosengeld II, Ehe- und Kindesunterhalt meines Mannes in Höhe von 640,- Euro sowie dem Kindergeld. Da der Sohn nun bei uns wohnt, haben wir den Unterhalt ab 01.05.05 um 364,-- Euro entsprechend gekürzt und unsere Befürchtung ist nun, dass sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr allein bestreiten kann und dass ein neues Unterhaltsverfahren ansteht. Wir wissen, dass sie erhebliche Mietrückstände sowie andere Schulden hat!

Mein Mann hatte in den letzten Monaten nur ein durchschnittliches Einkommen von 1.500,-- Euro netto, mein eigenes beträgt 1.550,-- Euro netto.

Frage: Wie sieht es mit dem Selbstbehalt meines Mannes in diesem Fall aus? Wird evtl. auch mein Einkommen bei einer neuen Unterhaltsberechnung mitberücksichtigt? Kann die erste Frau meines Mannes aufgefordert werden, sich nun um eine Ganztagsstelle zu bemühen? Bislang hat sie dies nicht für nötig gehalten, da der Sohn noch in der Schule ist. Gerne „schwächelt“ sie auch und gibt an, nicht in der Lage zu sein, jemals wieder zu arbeiten!

Für eine kurze Auskunft wäre ich Ihnen dankbar!

Freundliche Grüße

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Dadurch, dass der Sohn Ihres Mannes jetzt bei Ihnen lebt, kann die Ex-Frau Ihres Mannes allenfalls noch Unterhalt für sich selbst beanspruchen. Sollte Ihr Mann aufgrund eines gerichtlichen Titels zur Unterhaltszahlung verpflichtet sein, dann sollte er also einen Rechtsanwalt einschalten und mit diesem zusammen gegebenenfalls Klage auf Abänderung dieses Titels (§ 323 ZPO) erheben. Im Einzelnen gilt Folgendes:

Die Ex-Frau Ihres Mannes hat aufgrund der aus der Ehe resultierenden Fürsorgepflichten ein Anrecht darauf, dass sie finanziell so gestellt wird, wie sie sich während der Ehe mit Ihrem Mann stand. Unterhalt kann sie von Ihrem Mann aber nur dann verlangen, wenn sie nicht imstande ist, aus eigener Kraft diesen Status zu erreichen, etwa weil sie wegen Krankheit oder der Erziehung eines Kindes nicht arbeiten gehen kann oder weil sie zwar arbeiten gehen kann, aber keine angemessene Arbeitsmöglichkeit findet. Da die Ex-Frau Ihres Mannes nun kein Kind mehr betreuen muss, ist sie grundsätzlich in der Pflicht, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Eine Unterhaltsverpflichtung Ihres Mannes ihr gegenüber bestände nur dann, wenn sie trotz intensiver Bemühungen um einen Arbeitsplatz keine Arbeitsmöglichkeit findet. Dies müsste sie allerdings nachweisen. Ebenso muss sie nachweisen, dass sie krank ist, deshalb nicht erwerbstätig sein kann und somit Unterhaltsansprüche gegenüber Ihrem Mann hat.

Sollte sie tatsächlich Unterhalt von Ihrem Mann fordern können (etwa weil sie tatsächlich krank und arbeitsunfähig ist oder weil sie zwar erwerbstätig sein kann, aber trotz intensiver Bemühungen einfach keinen Arbeitsplatz findet), dann müssen Ihrem Mann grundsätzlich 840 EUR Selbstbehalt verbleiben. Allerdings verdienen Sie eigentlich genug Geld, um Ihren Mann mit zu unterhalten. Daher dürfte der Selbstbehalt Ihres Mannes im Falle eines Falles zu kürzen sein. Jedoch ist Ihrer Schilderung nach nicht zu erwarten, dass Ihr Mann überhaupt so viel Unterhalt an seine Ex-Frau zahlen muss, dass ihm weniger als 840 EUR verbleiben.

Ihr Mann sollte sich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER