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Der Sachverständige hat den Gegenstand des Gutachten nie gesehen

30.01.2008 10:14 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


1. Hatte ich den Sachverständigen in dieser Eigenschaft wirksam persönlich beauftragt?
2. Musste er selbst tätig werden? Durfte er die Durchführung einem Dritten überlassen?
3. Da der Sachverständige den Gegenstand des Gutachten nie selbst in Augenschein genommen hatte, ist das Gutachten gültig und das geschuldete Werk erbracht?

Sachverhalt:

1. Auftrag

Die XX Ingenieurgesellschaft mbh machte mir mit Schreiben ein Angebot für das Aufmaß meiner Wohnung, unterschrieben vom GF der GmbH, Herrn XX, dessen Name Teil des Namens der GmbH ist. XX ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger.

Ich beauftragte nicht die GmbH, sondern den SV persönlich, indem ich meinen Auftrag adressierte an „Herrn Dipl.-Ing. XX c/o XX Ingenieurgesellschaft mbH“ und formulierte:

„Sehr geehrter Herr XX, ich beauftrage Sie unter Bezug auf Ihr Schreiben vom 15.03. in Ihrer Eigenschaft als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger um ein Aufmaß meiner Wohnung ... Ziel des Aufmaßes und der Berechnung ist, Ihr Sachverständigengutachten in einen Rechtsstreit über die Wohnungsgröße als Beweis einzubringen...“

2. Durchführung

Zur Durchführung der Arbeiten erschien zweimal in meiner Wohnung Herr Y., Angestellter der XX Ingenieurgesellschaft mbH, nicht jedoch der Sachverständige selbst.

3. Ablieferung des Werks

Dieser Angestellte übersandte mir das Aufmaß und die Berechnung auf Briefbogen der GmbH mit Anschreiben auf gleichem Briefbogen.

Ich reklamierte mündlich die fehlende Siegelung und Unterschrift durch den Sachverständigen XX. Diese erfolgte dann später nachträglich - wiederum auf Briefbogen der XX Ingenieurgesellschaft.

4. Rechnungsstellung und Zahlung

Die Rechnungsstellung erfolgte ebenfalls auf Briefbogen der XX Ingenieurgesellschaft unter Nennung des Bankkontos dieser Gesellschaft.

Ich zahlte den geforderten Betrag, indem ich einen Verrechnungsscheck sandte an „Herrn Dipl.-Ing. XX c/o XX Ingenieurgesellschaft mbH“ und sprach in dem dazugehörigen Anschreiben den Vorbehalt aus: „ohne Präjudiz für Sach- und Rechtslage“.

A) Frage:

Mit welcher Begründung kann ich das gezahlte Honorar mit Aussicht auf Erfolg zurückfordern?

B) Unterfragen:

1. Hatte ich den Sachverständigen in dieser Eigenschaft wirksam persönlich beauftragt?
2. Musste er selbst tätig werden? Durfte er die Durchführung einem Dritten überlassen?
3. Da der Sachverständige den Gegenstand des Gutachten nie selbst in Augenschein genommen hatte, ist das Gutachten gültig und das geschuldete Werk erbracht?
30.01.2008 | 12:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung haben Sie den Sachverständigen beauftragt.

Der Schuldner ist regelmäßig nicht verpflichtet, die notwendigen Erfüllungshandlungen selbst vorzunehmen. Vielmehr ist ihm grundsätzlich gestattet, bei der Erfüllung seiner Verpflichtungen Hilfspersonen, z.B. seine Mitarbeiter, einzusetzen.
Der Sachverständige hat sich Y zur Erfüllung seiner Verbindlichkeit bedient. Y ist sog. Erfüllungsgehilfe des Sachverständigen.

Nach § 278 BGB hat der Schuldner ein Verschulden der Personen, deren er sich zur Erfüllung seiner Verbindlichkeiten bedient, in gleichem Umfang zu vertreten wie eigenes Verschulden.

Wenn keine Zweifel an dem Aufmaß und der Berechnung bestehen, ist die Verbindlichkeit des Sachverständigen und damit der Vertrag erfüllt.
Vor diesem Hintergrund wäre dann auch kein Grund ersichtlich, das gezahlte Honorar zurück zu fordern.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2008
info@kanzlei-roth.de


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

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