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Der Anwalt meiner Frau behält treuhänderisch überlassenes Geld ein!


25.11.2008 22:20 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,

Bei einem Schiedsgerichtsverfahren, mußte meine Frau einen Vorschuß/Gebühren an das Gericht in Höhe von 25000€ hinterlegen. Das Verfahren konnte sie erwartungsgemäß für sich entscheiden.
Das Geld mußte dann also von der gegnerischen Partei an meine Frau überwiesen werden. Damit sicher geht, dass das Geld auch in absehbarer zeit seinen Weg findet, sollte es treuhänderisch auf das Konto des meine Frau vertretenden Anwalts fließen.

Soweit, so gut - die 25000€ plus Anwaltskosten 6500€ kamen beim Anwalt an. Dieser jedoch behielt das Geld für sich und versprach es bald zu überweisen. Es folgte eine Abschlagszahlung in Höhe von 10000€. Da wir allerdings das Geld auch nicht selbst drucken, haben wir unsere Konten reichlich überlastet und benötigen das Geld dringend.

Derweilen liefen weitere Beratungen - weiterhin wegen der gegnerischen Partei - wobei meine Frau auf die Abgabe eines Angebots drängte, dies aber nie erhielt.
Ein halbes Jahr nach dem das Schiedsgerichtsverfahren gewonnen war, bekamen wir dann eine Abrechnung des Anwalts, wonach wir sogar noch 760€ nachzahlen müssen, obwohl wir ihm während der Vorbereitungen auf den Schiedsgerichtstermin 14280€ abschlägig überwiesen haben! Das ergibt also zusammen 45780€!
Dies aber auch nur zu einem so "geringen" Satz (1,8fach, statt möglichen 2,5fach) wenn wir uns "einvernehmlich" einigen sollten.

Das ist doch Erpressung!

Keines der angesprochenen Themen nach der Schiedsgerichtsverhandlung ist bisher auch nur im Ansatz beendet worden, werden aber bereits in Rechnung gestellt.
Was kann man da tun?
Wir sind verzweifelt...

Die Hintergründe, warum Schiedsgericht und weitere Beratungen notwendig sind sind vielschichtig und sind für die Frage als solches irrelevant..
Es muß doch auch für Anwälte, wie bei Ärzten auch, eine Ethikkomission geben, die solcherlei ahndet und dem Klienten hilft!

Viele Grüsse und bis bald

ZunShing
Sehr geehrter Fragesteller,

gem. § 9 RVG kann der Rechtsanwalt für die entstandenen und die voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen einen angemessenen Vorschuss fordern. D.h.der Rechtsanwalt kann grundsätzlich bereits Gebühren verlangen, auch wenn der Auftrag noch nicht erledigt oder die Angelegenheit noch nicht beendet ist. Dies hat Ihr Rechtsanwalt nach Ihrer Schilderung getan.

Ob die Höhe der Gebühren gerechtfertigt ist, hängt vom Gegenstandswert und der Beauftragung durch Sie ab. Ebenso ob eine Rahmengebühr in Höhe von 1,8 gerechtfertigt ist.

Haben Sie Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung, sollten Sie zunächst den Rechtsanwalt auffordern seine Abrechnung zu erläutern. Kommt es zu keiner Einigung können Sie sich an die zuständige Rechtsanwaltskammer wenden. Diese kann die Abrechnung prüfen.

Sollte sich Ihr Rechtsanwalt standeswidrig verhalten haben, kann durch ein Anwaltsgericht auch ein Berufsverbote ausgesprochen werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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