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Depotübertragung im Erbfall

06.01.2019 11:52 |
Preis: 63,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Erbschaftssteuer und Lohnsteuer

Guten Tag,
meine Mutter ist verstorben und hat meinem Bruder und mir,zu gleichen Teilen,ein Depot(Unterhalb 400 000€)
hinterlassen.
Wenn wir dieses Depot verkaufen wird das mit dem persönlichen Steuersatz meiner Mutter besteuert?
Mein persönlicher Steuersatz liegt bei 0%.
Können wir jetzt dadurch Steuern sparen,daß wir zunächst das komplette Depot unentgeltlich auf mich
übertragen,und ich übertrage die Hälfte entgeltlich an meinen Bruder weiter.
Für diese entgeltliche Übertragung des halben Depots werde ich sofort pauschal besteuert,und hole mir das
Geld über einen Jahresausgleich komplett zurück.
Wenn ich meine verbliebene Hälfte ebenfalls verkaufe,zahle ich auch dafür zunächst die pauschale Steuer,
und hole mir diese ebenfalls über den Jahresausgleich zurück.
Wenn ich meinen Depotanteil zunächst behalte,werden die Gewinne am Ende des Jahres zunächst per fiktivem
Verkauf pauschal versteuert,und erst bei einem späteren Verkauf final besteuert.
In jedem Fall bekomme ich aber per Steuerausgleich alles zurück.
Wenn wir das gleiche Prozedere umgekehrt über meinen Bruder mit hohem persönlichen Steuersatz abwickelten,wären fiktiv 10 000€ Steuer fällig,und der könnte nichts zurückholen.
Kann es sein,daß wir durch so einen einfachen Trick uns selbst aussuchen,wieviel Steuern wir bezahlen?
Oder steigt, durch die anfängliche, unentgeltliche Übertragung des kompletten Depots meiner Mutter
auf meinen Namen, mein persönlicher Steuersatz (je nach Höhe des Depots) an?
mit frdl.Gruß
Eingrenzung vom Fragesteller
08.01.2019 | 10:29
08.01.2019 | 13:29

Antwort

von


(47)
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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Frage darf ich Ihnen antworten wie folgt.
Wenn Sie und Ihr Bruder das Depot von der Mutter geerbt haben, richten sich die Folgen nach dem Erbschaftssteuergesetz. Da spielen persönliche Steuersätze, Lohnsteuerjahresausgleich etc. keine Rolle.
Wenn der Wert des Depots unterhalb 400.000,-- EUR liegt, fallen weder für Sie noch für Ihren Bruder Erbschaftssteuern an. insofern würde ich es doch schlicht dabei belassen.
Denn wenn Ihr Bruder seinen halben Erbteil am Depot auf Sie überträgt, ist das eine Schenkung und es fällt Schenkungssteuer an. Gegenüber Ihrem Bruder befinden Sie sich in Steuerklasse II und haben lediglich einen Freibetrag von 20.000,-- EUR. Den übersteigenden Betrag müssen Sie mit 15 % versteuern und davon gibt's auch nichts zurück, weil dieser Erwerb nicht zum Einkommen im Sinne des Einkommensteuergesetzes zählt, sondern den Regeln des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes unterliegt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Auskunft behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2019 | 10:37

Sehr geehrte Frau Brümmer,
ich muß gestehen,daß ich nicht besonders begabt bin ,mich klar und einfach auszudrücken.Nochmal ein kurzer Versuch:
Ich beziehe mich auf die Einschränkung meiner Frage,wo ich versuche ,mich auf das prinzipielle zu konzentrieren.
Ich erbe ein Depot von 200 000€ (keine Erbschaftssteuer)
Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten,dieses Depot auf mich zu übertragen.
Variante 1:
Ich übertrage das Depot entgeltlich,das heißt, das Depot wird steuerlich behandelt..(KapESt,Soli,etc... zunächst pauschal,
letztendlich mit dem Steuersatz des Erblassers.Der entspricht,sagen wir, dem Pauschalsatz,und die Steuer,sagen wir 10 000€,
bleiben beim Finanzamt.)Bei mir kommen 190 000€ an.
Variante 2:
Ich übertrage das Depot unentgeltlich,das heißt, das Depot wird steuerlich nicht behandelt und landet 1:1 auf meinem Konto.
Erst wenn ich das Depot verkaufe,wird es steuerlich behandelt.Zunächst pauschal,d.h. die ausführende Bank zieht beim
Verkauf die o.g. Pauschalbesteuerung (10 000€) ab.
Da ich ,sagen wir, einen persönlichen Steuersatz von 0% habe,hole ich mir das Geld über die nächste Steuererklärung
komplett zurück. Das ist der Kern meiner Frage:
Läßt sich das Finanzamt so einfach 10 000€ entgehen?
Oder führt die unentgeltliche,unbesteuerte Übertragung(Variante 2) des Erbdepots bei mir zu einer Veränderung meines
persönlichen Steuersatzes?
mit frdl.Gruß
.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2019 | 15:57

Sehr geehrter Fragesteller,
auch ich stehe etwas unter dem Eindruck, dass wir etwas aneinander vorbei reden, aber keine Sorge, das werden wir schon klären.
Wenn Sie das Depot erben, ist der Inhalt Ihr Eigentum, es ist dann Ihr Vermögen. Wenn es privates Vermögen ist, können Sie es veräußern, ohne dass dabei eine Steuer anfällt - wie kommen Sie auch auf den Steuersatz des Erblassers? Wenn Sie das Depot behalten und es gibt Zinsen und Dividenden, ist das Einkommen aus Kapitalvermögen. Das ist dann mit Ihrem Steuersatz zu versteuern, wenn Sie die Einkommensgrenze laut Steuertabelle insgesamt, also auch bei Berücksichtigung weiterer Einkünfte überschreiten.
Oder was meinen Sie?
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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