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Depot-Übertrag von Union-Inv. doppelt


25.09.2006 07:46 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren, die o.a. Inv.-Gesellschaft hat einen Depot-Übertrag versehentlich doppelt ausgeführt. Ich möchte jetzt nachfolgenden Brief schreiben und bitte Sie, mir mitzuteilen, wie Sie meine Chancen einschätzen. Bei der Summe handelt es sich um 30.000,-- Euro.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Schreiben vom 20.09.2006 beginnt mit den Worten „sicherlich wundern Sie sich“. Also über den Inhalt des Schreibens wundern wir uns gar nicht, allerdings über den Zeitpunkt. Inzwischen sind ca. 100 Tages- und 5 Monatsabschlüsse getätigt worden. Da wundern wir uns tatsächlich, dass der Fehler nicht eher bemerkt wurde. Als das Geld doppelt auf unserem Konto einging, fiel uns spontan der Spruch ein: „Man trifft sich immer zwei Mal!“

Nun bitten Sie uns, das Geld an Sie zurück zu überweisen. Frage von uns: Wenn wir im Jahr 2001 an Sie geschrieben hätten, dass wir ca. 20.000,00 Euro verloren haben und nun von Ihnen das Geld zurück haben möchten, weil von Ihnen nie ein Hinweis kam, die Anteile zu verkaufen. Was hätten Sie uns dann geschrieben? Vielleicht Folgendes: Da hätten Sie aber besser aufpassen müssen. Und genau das schreiben wir Ihnen jetzt.

Wenn wir das richtig sehen, haben Sie nun 3 Möglichkeiten:
• Sie nehmen die Haftungsversicherung Ihres Anlageberaters in Anspruch.
• Sie verklagen uns. Das Medieninteresse wäre Ihnen gewiss. In Gedanken hören wir schon, wie Günter Jauch von Stern-TV süffisant fragt: „Ja sagen Sie ’mal, wie gut passen Sie denn auf Kundengelder auf? Wie lange dauert es denn, bis so etwas bei Ihnen bemerkt wird.“ Bei der Gelegenheit könnten Sie uns auch noch folgenden Sachverhalt erklären: Als der Fonds „Neue Märkte“ geschlossen wurde, haben Sie die Einlage umgebucht auf „UniMid&Small“ natürlich mit Ausgabeaufschlag, obwohl es diesen Fonds auch „net“ gibt. Geht es bei Ihnen nach dem Motto: Die Anleger haben zwar schon 95% Ihres Geldes verloren, aber an den restlichen 5% sind wir noch einmal mit 5% beteiligt?!
• Sie machen uns ein annehmbares Vergleichsangebot.

Es mag ja sein, dass uns das Geld rechtlich nicht zusteht – moralisch aber schon. Wäre all’ dies im Vorfeld nicht geschehen, hätten wir Sie übrigens sofort von uns aus auf Ihren Fehler aufmerksam gemacht.



Passenderweise werben Sie gerade mit dem Slogan: „Die Schäfchen ins Trockene bringen“. Da haben wir ja Glück gehabt!



Mit freundlichem Gruß
Familie M.
Sehr geehrte Ratsuchende,


so können Sie den Brief zwar schreiben; allerdings wird er wenig Wirkung bei der Gegenseite zeigen, wenn Sie keine Fristen wirksam setzen, um die Verzugswirkungen entfalten zu lassen.

Weiter führen Sie aus, dass Ihnen das Geld nicht rechtlich zustehen würde. Bei einer solchen Formulierung wird der Gegner dann sicherlich keine Rückzahlungen veranlassen.

Sollte es sich um eine Doppelzahlung handeln, wie Sie im Eingangssatz geschildert haben, sollten Sie sich auf die Vorschriften der ungerechtfertigten Bereicherung berufen und daraus die Gegenseite unter Fristsetzung zur Zahlung auffordern.


Der derzeitige Entwurf erscheint daher sinnlos und die Chancen auf Rückzahlung stehen schlecht.


Insgesamt kann ich Ihnen nur raten, mit allen Unterlagen einen Rectsanwalt aufzusuchen und diesen zu beauftragen. Die Einsicht in die Unterlagen ist notwendig, um die Chancen genauer rechtlich abzuklären.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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