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Denkmalabschreibung während der Elternzeit


31.01.2007 18:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe vor der Heirat eine Eigentumswohnung in einem Denkmal erworben, der Kredit für die Sanierungskosten ist noch nicht beglichen.Da es sich um ein Baudenkmal handelt, habe ich die Sanierungskosten steuerlich absetzen können.
Momentan befinde ich mich in Elternzeit und habe kein eigenes Einkommen. Mein Ehemann übernimmt deshalb für mich die Kreditraten. Kann mein Mann die Kosten jetzt steuerlich geltendmachen (wir haben eine Zugewinngemeinschaft ohne Ehevertrag) oder können wir die Kosten erst wieder nach meiner Elternzeit absetzen? Verlängert sich dann der Abschreibungszeitraum um meine Elternzeit oder ist diese Zeit "verloren"?
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Sie schreiben, dass Sie eine Eigentumswohnung in einem Denkmal erworben, so dass dieses vermutlich von Ihnen als Ehepaar gemeinsam bewohnt wird.
Sollte dies der Fall sein, ist es meines Erachtens unerheblich, wer die Kreditkosten momentan übernimmt.
Da sich im Zuge der Förderung privaten Wohneigentums diese im Denkmalbereich sich im Sonderausgabenbereich und nicht im Einkunftsbereich abspielt, kommt es lediglich auf die Eigennutzung zu Wohnzwecken an.
Lediglich bei der Ermittlung der sieben Einkunftsarten bis hin zum Gesamtbetrag der Einkünfte werden die Ehegatten wie „Getrennt lebende oder Nichtehegatten“ behandelt.
Nach der Ermittlung des Gesamtbetrages der Einkünfte werden diese zusammengefasst und das weitere Prüfungsschema bezieht sich auf die Ehegatten als solche.
Somit würde in dieser Konstellation die Geltendmachung der Sonderausgaben als privilegierte Kosten der Lebensführung nicht ändern.

Sollte die Eigentumswohnung jedoch vermietet sein, wird man darüber nachdenken müssen, ob die Zinszahlungen, die nicht mehr durch Sie geleistet werden, weiterhin Werbungskosten bezüglich der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sein werden.
Da wir in diesem Zusammenhang uns bei der getrennten Ermittlung Ihrer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung befinden, sind Sie durch die Zinszahlungen Ihres Ehemannes während Ihrer Elternzeit nicht mehr wirklich belastet.
Da sich an der Vermietungssituation außer der Bezahlung des Kredites nebst Zinsen nichts ändert, somit Ihr Ehemann auch nicht Vermieter wird, der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung währen der Elternzeit erzielt, wird hinsichtlich der Zinsen mit dem so genannten Drittaufwand zu argumentieren sein.
Drittaufwand ist ein solcher, den jemand für einen übernimmt, der Einkünfte erzielt, um diese weiterhin aufrecht zu erhalten.
Dies würde in Ihrem Fall vorliegen, da Ihr Ehemann diese Zahlungen nur deswegen leistet, um Ihren Engpass während der Elternzeit zu kompensieren.
Somit sind diese Zinsaufwendungen weiterhin durch die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung veranlasst, dienen somit zur Sicherung und Erhaltung dieser Einkunftsart bei Ihnen als Ehefrau.
Somit dürfte Ihnen im Rahmen der Alternative Fremdvermietung hinsichtlich der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung der Werbungskostenabzug nicht versagt werden.

Ich hoffe, Ihnen insbesondere auch bezogen auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
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