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Definition Besitz erkennbar aufgegeben

15.02.2018 12:16 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


15:25
Sehr geehrte Damen und Herren,
folgende Situation:
Ein Mieter, der seit September 2017 in einem meiner Mietobjekte wohnt, ist offenbar verschwunden, da gegen ihn verschiedene Ermittlungsverfahren wegen Betrug, Fahren ohne Versicherungsschutz und weiterer Delikte eingeleitet sind. Nun hat er seit Dezember keine Miete mehr gezahlt und ist somit 2 Monatsmieten im Verzug und ich habe die fristlose Kündigung ausgesprochen.
Bis zum 20.Januar gab es noch Kontakt zum Mieter via whatsapp und er versicherte das die Zahlung für Januar umgehend überwiesen würde. Am 28.01. hat er sein Facebook-Account gelöscht und auch telefonisch ist er nicht mehr erreichbar.
Durch umfangreiche Nachforschungen im Bekanntenkreis des Mieters habe ich herausgefunden, dass er wohl nach Belgien zu seiner Mutter "geflohen" ist, und allem Anschein nach nicht wieder zurück nach Deutschland will, da ihm hier die Strafverfolgung droht.

Nun habe ich mal zum Thema ein wenig recherchiert und der normale Weg ist ja die Kündigung öffentlich beim Amtsgericht auszuhängen und nach Ablauf dieser Frist, die Räumungsklage zu beantragen.
Jetzt stoße ich aber bei den verfügbaren Informationen im Netz immer auf den Absatz "Wenn der Mieter den Besitz erkennbar aufgegeben hat, kann der Vermieter auch ohne Räumungsklage die Wohnung wieder in Besitz nehmen.
Der Mieter hat bei seinem letzten Aufenthalt die Wohnungstür aufgebrochen sodass diese offen steht und der Zugang möglich wäre. Festzustellen ist auch, dass die Heizung trotz Minus-Temperaturen nicht eingeschaltet ist und sich erkennbar keine Wertsachen wie Fernseher etc. in der Wohnung befinden. Das Sofa ist stark beschädigt, und auch die Schränke scheinen leer zu sein.
Meine Fragen:
1. Wie definiert man "Den Besitz erkennbar aufgegeben"?
2. Wie gehe ich hier am besten vor?
3. Kann ich die Wohnung aufgrund der aufgebrochenen Tür und der Gefahr eines Heizungsschadens durch Frosteinwirkung betreten?


15.02.2018 | 13:01

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

sofern sich in der Wohnung keinerlei Wertgegenstände mehr befinden, die Wohnungstür offen steht, diese zuvor durch den Mieter selbst aufgebrochen wurde, keinerlei Heizung mehr stattfindet, dann ist dies klar eine Besitzaufgabe, wenn er sich bis dato auch nicht mehr meldet und weitere Kommunikationswege abgeschnitten sind.
Sie können daher die Wohnung betreten, diese ordnungsgemä0ß verschließen mit neuen Schlössern und auch beheizen, da sonst auch Schänden zu erwarten sind. Auch können Sie die Wohnung beräumen lassen, sofern keine Wertgegenstände mehr vorhanden sind oder persönliche Sachen (Ausweise, Fotos). Diese wären dann separat einzulagern.
Eine Räumungsklage ist hierbei nicht notwendig.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2018 | 13:53

Vielen Dank für die schnelle aufschlußreiche Antwort.
Dazu noch folgende Rückfrage zum weiteren Vorgehen:
Muss ich als Vermieter dem Amt/der Stadt melden, dass der Mieter unbekannt verzogen ist?
Gerade in Bezug auf die sich türmende Post u.a. von Inkasso-Unternehmen und förmliche Zustellungen, muss ich die Absender auch informieren, dass der Mieter verschwunden ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2018 | 15:25

Sehr geehrter Fragesteller,

nein, eine Meldung müssen Sie nicht geben, das ist Sache des Mieters. Weder dem Amt noch anderen Unternehmen. Die Nichterreichbarkeit bekommen diese dann schon mit, wenn kein Name mehr am Briefkasten hängt. Die Post müssten Sie allerdings noch ein halbes Jahr aufbewahren.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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