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Defekter Geschirrspüler

04.04.2010 07:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Hallo!

Ich bin jetzt aus meiner Mietwohnung ausgezogen. Es ist eine Einbauküche eingebaut. Hier ist vor einigen Wochen der Geschirrspüler kaputt gegangen, ein Verschleissteil war defekt. Da das Gerät schon einige Jahre alt war habe ich dies auf meine Kosten gegen ein neues Gerät ausgetauscht.

Beim Auszug bemängelt jetzt der Vermieter, dass es sich nicht um ein Einbaugerät der Marke xxx handelt, sondern um ein Unterbaugerät der Marke No name.

Folgende Fragen:

- Bin ich verpflichtet in so einem Fall für ein neues Gerät zu sorgen

- Wenn ja, muss es dann wieder ein Unterbaugerat der Firma xxx sein. Dies war beim Einzug bereits 5 Jahre als und das neuere ich zu 100% auf einen besseren Stand.

- Hat jetzt der Vermieter das Recht, dass ich die neue Maschine gegen einen die seiner Vorstellung entspricht auszutauschen?

- Es gab ein Übergabeprotokoll von beiden Seiten unterschrieben. Im nachhinein bemängelt der Vermieter 2 weitere Punkte und fordert die Behebung. Ist dies rechtens?

Vielen Dank!




Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich waren Sie nicht berechtigt, ohne Zustimmung des Vermieters den Geschirrspüler selber auszutauschen. Sie hätten dem Vermieter den Defekt anzeigen und auf einer Reparatur bestehen müssen.

Der Vermieter kann daher grundsätzlich den Einbau eines Markengerätes verlangen. Wenn es sich um ein Neugerät handelt, muss er sich allerdings einen Abzug Neu für Alt gefallen lassen.

Ob der Vermieter in Ihrem konkreten Fall einen solchen Anspruch hat, hängt mit dem Inhalt des Übergabeprotokolls zusammen.

Grundsätzlich sind Sie bei einem gemeinsam unterzeichneten Protokoll nur verpflichtet, die darin enthaltenen Mängel zu beseitigen.

Stehl also vom GS nichts drin, haben Sie Glück gehabt.

Die vom Vermieter nachgeschobenen zwei Mängel sind ebenfalls aussen vor.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2010 | 09:45

Guten morgen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe jetzt den GSP auf meine Kosten gegen ein neues Gerät austauschen lassen. insgesamt hat dies mit Einbau 600€ gekostet.
Das alte Gerät ist ca. 10 jahre alt.

Sie Schreiben: "Wenn es sich um ein Neugerät handelt, muss er sich allerdings einen Abzug Neu für Alt gefallen lassen."

Wie wird dies bei 10 Jahren bemessen & ist dies irgendwo gesetzlich oder in alten Gerichtsverfahren vestgelegt, wenn ja welchen.

Danke & Grüße

Michael Kunze

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2010 | 09:57

Guten Tag,

der Abzug Neu für Alt wird grundsätzlich an der normalen Lebensdauer eines solchen Gerätes gemessen. Bei Markengeräten dürfte diese etwa 12 bis 15 Jahre betragen.

Wenn der alte GS tatsächlich schon 10 Jahre alt war, in der Anfrage schrieben Sie was von 5 Jahren, war er kaum noch etwas wert.

Hinzu kommt der damals deutlich schlechtere Energiefaktor, so dass der alte GS kaum noch einen Wert hatte. Hier ist ein Abzug von 70 bis 75 % sicher angemessen; um diesen Faktor steht der Vermieter jetzt besser dar.


Mit freundlichen Grüßen

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