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Defekte Gästetoilette auf halber Treppe

06.05.2019 17:31 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Wir wohnen in einem Haus mit drei Parteien. Im Herbst 2018 sind uns Wassergeräusche im Treppenhaus aufgefallen, also haben wir nach einer Ursache gesucht und auch schnell gefunden. Es war die Toilettenspülung der Gästetoilette auf der halben Treppe, die bei uns mit im Mietvertrag steht, die wir allerdings noch nie benutzt haben. (es stand vielleicht vor ein zwei Jahren mal eine Bierkiste drin, nach einer Feier, sonst wurde diese nie benutzt) Also habe ich das Wasser abgedreht und mir nicht weiter dazu gedacht.

Vor ein paar Monaten, war unsere Vermieterin bei uns im Haus zum Wasseruhren ablesen und meinte so nebenbei, dass mein Wasserverbrauch im letzten Jahr gestiegen wäre. Diese Info habe ich einfach für seltsamen smalltalk gehalten und mehr auch nicht.

Ein paar Wochen später bekam ich Post von der Vermieterin, wo ich beschuldigt wurde die Wasseruhren manipuliert zu haben, da die Hauptwasseruhr mehr Verbrauch anzeigt als alle anderen Uhren zusammen und meine Uhr einen auffällig hohen verbrauch anzeigt.

Dabei sind auf meiner Uhr etwa 80 Kubikmeter mehr als sonst und auf der gesamt Uhr etwa 320 Kubikmeter mehr als gesamt Verbrauch aller Uhren (kein Rohrbruch da nach dem Hauptwasserzähler die einzelnen Wohnungsuhren angeschlossen sind, alle Leitungen sind sichtbar verlegt und gehen, dann aus dem Keller in die einzelnen Wohnungen).

Darauf hin habe ich mich noch mal mit der Vermieterin getroffen und habe versucht ihr klar zu machen, dass ich nichts damit zu tun habe und dann ist mir die Sache mit der Toilettenspülung eingefallen.

Es hat sich rausgestellt, dass das Wasser von der defekten Dichtung am Wasseranschluss (im Spülkasten) lautlos am schlauch in den Spülkasten gelaufen ist, erst als die „Undichtigkeit" grösser wurde hat man das Wasser gehört.

Für die Wohnungsuhr war der Durchfluss anscheinend eine ganze weile nicht groß genug, also ist die auch nicht gelaufen(erst zum Schluß, als der Durchfluss grösser wurde), dafür aber der Hauptwasserzähler.

Jetzt wurde ich aufgefordert den Betrag von knapp 2000€ für das Wasser zu bezahlen, also 80 kubik von meinem Zähler und die 320 kubik vom Gesamtzähler zusammen.

Muss ich wirklich alles bezahlen? Warum?
06.05.2019 | 19:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zwar sind Sie als Mieter gehalten, jeden von Ihnen entdeckten Mietmangel beim Vermieter anzuzeigen, da Sie sich sonst selbst schadensersatzpflichtig machen, ich aber dieses hier nicht erkennen kann, da der Mangel so von vornherein nicht erkennbar war und Sie sich da her nichts vorwerfen lassen müssen.
Sicherlich wäre es besser gewesen, das damals anzuzeigen, aber das daraus eine Schadensersatzpflicht wird, kann ich nicht erkennen.

Zudem müsste Ihnen erst einmal die Vermieterseite nachweisen, dass eine Manipulation der Wasseruhren vorliegt, was schon ein unschlüssiger Vortrag ist, da Sie sich ja wohl kaum selbst schaden würden.

Zurück zur Toilettenspülung und der defekten Dichtung:

Da muss man sagen, dass unabhängig von den Regelungen im Mietvertrag, Sie als Mieter nicht gehalten sind, eine Vorsorge derart zu betreiben, dass solche Mängel nicht auftreten, da dieses unzumutbar wäre, wenn es von Ihnen doch verlangt werden würde.

Korrespondierend und abhängig davon ist auch die Schadensersatzpflicht.

Da müsste man Ihnen eine Fahrlässigkeit vorwerfen können, ein Verstoß gegen die im Verkehr erforderliche Sorgfalt.
Da spricht jedenfalls aus der Ferne momentan mehr dagegen als dafür, aufgrund der vorliegenden Umstände – erst lautere Wassergeräusche, dann nach Abdrehen des Hahnes nicht mehr.

Ich würde daher allenfalls anbieten, einen Betrag von 500 € zu zahlen.
Das Beweislastrisiko liegt bei der Vermieterseite.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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