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Defekte Duschkabine in einer Mietwohnung


| 28.04.2005 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



In meiner Mietwohnung gibt es ein Badezimmer mit Dusche (Duschtasse u. Duschkabine). Inzwischen ist die Duschkabine, die angeblich der Vormieter installiert haben soll, in einigen Bereichen des Rahmens durchgerostet u. beim Duschen dringt teilweise Wasser nach aussen. Die Beanstandung und die Bitte, die Duschkabine zu erneuern, lehnt der Vermieter ab, mit der Begründung, die Duschkabine muss der Mieter ersetzen, dies sei nicht Sache des Vermieters.
Ist das so, auch gerade im Hinblick auf ev. Folgeschäden, wenn z.B. Wasser durch die Undichtigkeiten dringt.
Kann man im Falle eines Auszugs aus der Wohnung dann die ev. selbstbezahle Duschkabine auch mitnehmen?
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Hat ein Nachmieter unfachmännisch vorgenommene Einbauten vom Vormieters gegen Abstand übernommen (z. B. nicht fachgerecht angebrachte Fliesen), so haftet der Nachmieter nur bei eigenem Verschulden gegenüber dem Vermieter auf Schadenersatz. (AG Berlin Charlottenburg, Az. 13 C 44/98, aus: GE 23/98, S. 1403)
Fall: Der Vormieter hatte ein Bad einbauen lassen und dem Nachmieter gegen eine Abstandszahlung überlassen. Später stellte sich nicht fachgerechte Verfugung an den Fliesen heraus, wodurch die Wand feucht wurde. Der Vermieter wollte den Nachmieter schadenersatzpflichtig machen, was das Gericht zurückwies. Den Nachmieter trifft keine Schuld, weil er den Einbau nicht vorgenommen hatte.
Hat der Mieter mit Genehmigung des Vermieters Einbauten in der Wohnung durchgeführt, muß er sie beim Auszug wieder entfernen. (OLG Düsseldorf, Az. 10 U 127/89, aus: ZMR 1990, S. 218; OLG Hamburg, Az. 4 U 118/89, aus: ZMR 1990, S. 341) Zum Beispiel Fußbodenbelag, Teppichboden, Holzregale und -verkleidungen, Küchenspüle, Einbauküche, transportable Duschkabine.
Handelt es sich um erhebliche bauliche Veränderungen an der Mietsache, so braucht der Mieter bei Auszug und Rückgabe der Mietwohnung den alten Zustand nicht wieder herstellen. Nur wenn der Vermieter bei der Genehmigung einen Entfernungsvorbehalt erklärt hat, muß der alte Zustand wieder hergestellt werden. (LG Münster, Az. 8 S 260/98, aus: WM 9/99, S. 515) Zum Beispiel Einbau eines Isolierglasfensters.

Im alle eines eigenen Einbaus der Duschkabine, können Sie diese nach Auszug also mitnehmen.

Sollte die Wohnung in Ihrem Fall mit Duschkabine vermietet sein, hat der Vermieter diese zu ersetzen.

Folgeschäden haben Sie in keinem Fall zu tragen, da Sie die Kabine nicht eingebaut haben.

Schauen Sie daher nochmals in Ihren Mietvertrag.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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