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Dauerlüften des Mieters

02.01.2011 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


18:48


Ich habe eine Eigentumswohnung vermietet.
Der Mieter hat nachweislich STUNDENLANG bei Minustemperaturen Fenster auf Kipp
stehen.Beim Miteigentümer hat er sich beschwert, die Wände wären eiskalt, was ja
bei Dauerlüften eine logische Folgerung ist. Daraufhin habe ich dem MIeter eine
Information über richtiges Heizen und Lüften zukommen lassen, was er ignoriert
hat und versucht mit dem Mieter einen Gesprächstermin zu vereinbaren, was er
jedoch ablehnt.Er sei nicht so doof zum Lüften (was ich nie behauptet habe) ,
fühlt sich kontrolliert und möchte in Ruhe gelassen werden
Ich habe Angst, dass sich in der Wohnung Schimmel bildet und ich für evtl.
Schaden aufkommen muss!
Ausserdem hält er sich nicht an die Vereinbarung ,14 tägig die Haustreppe und
den Hof zu kehren!Was ich auch schon mehrmals, jedoch nur telefonisch, angemahnt
habe!
Was kann ich tun?Und welche Rechte habe ich?

02.01.2011 | 17:28

Antwort

von


(932)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Da es Ihr Eigentum ist, können Sie dem Mieter zumindest teilweise vorgeben, wie er zu Lüften hat.

Falsches Lüften kann zu Schimmelbildung führen und damit Ihr Eigentum schädigen. Wenn Schimmel auftritt, hat der Mieter auch das Recht, die Miete zu mindern, was wiederum weitere Nachteile für den Vermieter bringt.

Damit der Mieter seine Miete mindern kann, muss er zunächst immer nachweisen, dass tatsächlich ein Feuchtigkeitsschaden besteht, also beispielsweise Schimmel vorliegt. Problematischer ist, wer das Verschulden für das Entstehen des Feuchtigkeitsschadens nachweisen muss.

Mindert der Mieter seine Miete, so muss der Vermieter nachweisen, dass die Mietminderung unrechtens war, weil nicht Substanzmängel sondern beispielsweise eine falsche Lüftweise zu dem Schimmelbefall geführt hat (AG Köln, Urteil vom 19.09.1983, Az.: 213 C 1984/81).

Die Gerichte gehen insoweit davon aus, dass es dem Mieter nicht zumutbar ist, gegebenenfalls Baumängel am Gebäude zu beweisen. Sind allerdings bei den Vormietern keine Feuchtigkeitsschäden aufgetreten, so muss der Mieter beweisen, dass er ausreichend lüftet und heizt (Landgericht Lüneburg ZMR 1985, 127 ). Der Vermieter trägt allerdings die Beweislast dafür, dass der Mieter nach Einbau von Doppelfenstern auftretende Feuchtigkeitsschäden verursacht hat. (AG Bremerhaven, Urteil vom 09.02.1983, Az.: 53 C 208/82 ).

Gerade weil im Fall von Schimmel der Mieter versuchen wird, die Schuld dem Vermieter anzulasten. Von falschem Lüften ist dann wieder keine Rede.

Daher sollten Sie dem Mieter auferlegen, richtig zu lüften.



Hinsichtlich der Hausordnung sollten Sie dem Mieter eine letzte Frist setzen, damit er dem nachkommt. Macht er das nicht können Sie einen Hausmeister beauftragen und diese Kosten dem Mieter auferlegen.


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 02.01.2011 | 18:06

Bei Wohnungsübergabe (vor 2 Jahren)war keinerlei Schimmelbefall vorhanden,(ich habe selbst 45 Jahre in der Wohnung gewohnt)
Kann ich die Mieterin wegen falschen Lüftens (hier gibt es 2 Zeugen)abmahnen,und ihr mitteilen, dass ich bei Feststellung von Schimmel, diesen auf Ihre Kosten beseiten lasse?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.01.2011 | 18:48

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Genau, das wäre der richtige Weg. Soweit sich die Mieter bisher taub stellen, sollten Sie sich schriftlich an die Mieter wenden.

Teieln Sie den Mietern mit, dass diese die Konsequenzen für falsches Lüften zu tragen haben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

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