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Dauer der Unterhaltszahlung bei einer voll erwerbsunfähigen Ehefrau?


| 21.11.2015 10:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Nachehelicher Unterhalt bei Krankheit.


Wir sind sein 1999 verheiratet und die Trennung steht an.
Meine Frau (40 Jahre) ist voll Erwerbsunfähig und bezieht eine monatliche Rente von 780€. Zusätzlich arbeitet sie auf 450€-Basis und bezieht hier ein Einkommen von da. 180€ mtl. Unsere Tochter ist 8 Jahre alt und würde bei einer Trennung bei meiner Frau leben.
Ich verdiene ca. 5.400€ brutto. Das entspricht 4.100€ netto abzüglich private Krankenversicherung für mich und meine Tochter von 750€ mtl.

Meine Frage: wie hoch sind ungefähr die Unterhaltsansprüche aus diesen Angaben und wie lange muss ich für meine Frau zahlen? Evtl. durch die Erwerbsunfähigkeit länger?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Angaben hier können keine detaillierte Unterhaltsberechnung ersetzen, weil man dafür mehr Angaben benötigt. Für Ihre Tochter wären nach Tabelle Sie liegen nach Ihrem Einkommen nach Abzug der Krankenversicherung und Bereinigung um 5 % pauschale berufsbedingte Aufwendungen bei netto 3182,50 €. Für Ihre Tochter wären dann 390 € zu zahlen, dabei ist berücksichtigt das Ihre Frau das Kindergeld erhält. Für Ihre Frau errechnen sich rund 786 € Unterhalt, das sind grob gesagt 3/7 der Einkommensdifferenz.

Die Dauer das nachehelichen Unterhalts ist bei Ihnen problematisch. Der Anspruch Ihrer Frau folgt aus § 1572 BGB. Dieser Unterhalt würde generell solange laufen wie die Krankheit andauert, was bei Ihnen dazu führen kann das der Unterhalt bis zur Rente zu zahlen wäre. Allerdings kann auch dieser Unterhalt nach § 1578 b II BGB befristet oder beschränkt werden, was aber eher die Ausnahme ist. Es kommt hier auf alle Details auch auf die Belange der Tochter und die Verteilung von Haushaltsführung und Erwerbstätigkeit während der Ehe an. Ihre Ehe besteht mehr als 10 Jahre und ist damit als lang anzusehen.
Man wird prüfen müssen ob Ihre Frau ehebedingte Nachteile im Erwerbsleben hat. Wenn nicht kommt eine Befristung in Betracht, hängt aber auch von den Umständen des Einzelfalles ab. Es ist hier zu prüfen ob man Ihnen im Rahmen einer Billigkeitsabwägung zumuten kann dauerhaft nachehelichen Unterhalt zu zahlen. Man wird auch sehen müssen wir sich die Rente Ihrer Frau nach der Scheidung durch den Versorgungsausgleich verändert. Die Rente Ihrer Frau wird steigen und die Lücke wird kleiner werden. Man wird auch sehen müssen ob Ihre Frau den Minijob ausweiten kann.
Es kommt auch darauf an seit wenn Ihre Frau voll erwerbsunfähig ist und ob die Rente auf Zeit oder dauerhaft gezahlt wird und was genau die Einschränkungen sind.
Hier liegen viele Unsicherheiten vor Ihnen. Es wäre daher dringend zu raten eine Einigung mit Ihrer Frau anzustreben, also eine notarielle Trennung- und Scheidungsfolgenvereinbarung in der der Unterhalt festgelegt wird, natürlich mit einer Befristung.

Mehr kann man ohne Kenntnisse aller Umstände nicht sagen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Bewertung des Fragestellers 23.11.2015 | 10:25


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