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Datenträgerverschlüsselung - Herausgabe von Paßwörtern erzwingbar?


| 17.10.2005 04:54 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo liebe Anwälte,

zunächst meine Situation:

Ich habe schon vor einiger Zeit damit begonnen, Datenträger mit sensiblen Informationen auf meinen Computern vollständig (bis auf die Systempartition) zu verschlüsseln. Auf den Inhalt kann also nur noch mittels komplexem Paßwort zugegriffen werden. Kostet zwar etwas Arbeitsgeschwindigkeit, aber sicher ist sicher. :-)

Die Verschlüsselungsverfahren (hier u.a. "AES" / "Rijndael") genügen den US-Anforderungen für militärische Sicherheit (zugelassen zur geschützten Speicherung von Daten bis hin zur höchsten militärischen Geheimhaltungsstufe "Top Secret"). Das "Knacken" oder "Aufbrechen" dieser Verschlüsselung - solange niemand das Paßwort erfährt - ist also selbst mit Jahrzehnte langem Rechenaufwand kaum möglich, insofern muß ich mir hier wohl keine Sorgen machen. ;-)


Was mich aber brennend interessieren würde:

Bei Hausdurchsuchungen (z.B. bei Verdacht auf Computerkriminalität / Urheberrechtsverstoß u.ä.) werden ja gerne komplette PC-Systeme mitgenommen, um Hinweise auf kriminelle Machenschaften zu finden. An meine verschlüsselten Daten käme aber niemand heran - mangels Paßwort.


Frage:

Dürfte mich nun nach Beschlagnahmung meiner Systeme eine ermittelnde Behörde (Polizei/Staatsanwaltschaft) oder ein Gericht dazu zwingen, die Zugangsdaten zu nennen?

Wenn ja, gibt es eine Möglichkeit, die Nennung der Zugangsdaten zu verweigern? (ich denke hier z.B. an das Recht, vor Gericht die Aussage zu verweigern, wenn man sich mit der Aussage als Angeklagter oder Zeuge noch weiter in rechtliche Schwierigkeiten bringen würde)


Die Sache mit der Hausdurchsuchung ist rein hypothetisch. Derzeit geht es mir im Wesentlichen darum, mich vor Angreifern aus dem Internet zu schützen, nachdem ich schon mehrfach unliebsamen Besuch auf meinen Rechnern hatte (trotz Schutzmaßnahmen). Aber mich interessiert das "was wäre wenn?".


Schon im Voraus besten Dank für Ihre Bemühungen.

MfG
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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Selbstverständlich sind Sie als Beschuldigter (hypothetisch) nicht verpflichtet, n Ihrer eigenen Verurteilung mitzuwirken. Sie wäre also, sofern man Ihnen eine Straftat vorwirft, nicht zur Herausgabe des Codes verpflichtet.

Auch als Zuge können Sie die Auskunft verweigern, wenn Sie sich selbst belasten würde (§55 StGB).

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
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