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Datenmissbrauch/ Weitergabe persönlicher Daten an Universität


12.12.2011 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Student eines Vollzeitstudiums an einer Uinversität im Land NRW.

Da ich berufstätig bin, studiere ich seit mehreren Jahren nur nebenbei und habe dadurch die Regelstudienzeit bereits um einige Semester überschritten. Dies verärgert den Vorstand eines Vereins in dem ich Mitglied bin massiv, da ich weiterhin nur Studentenbeitrag zahle. Der Vorstandsvorsitzende dieses Vereins ist ein ehemaliger Dozent dieser Universität, befindet sich aber seit mehreren Jahren im Ruhestand. Da er in seiner früheren Funktion u.a. Leiter des Prüfungsamtes/Prüfungsausschusses war, hat er hierhin noch entsprechende Kontakte.

Diese Kontakte nutzt er regelmäßig - und zwar jedes Semester - um sich bei dem Prüfungsamt der Universität über meinen Status zu informieren(Student ja oder nein)und nutzt diese Information für den Verein. Der Mitarbeiter der Uni hat mir gegenüber zugegeben, die Information dass ich noch Student bin, an den Vorstand weiter gegeben zu haben. Und zwar regelmäßig. Den entsprechenden Mitarbeiter der Uni habe ich gebeten keine Informationen mehr an den Vereinsvorsitzenden weiter zu geben. Als sich dieser nun erneut über meinen Status erkundigen wollte, hat der Uni-Mitarbeiter ihm von unserem Gespräch erzählt und ihm keine Information gegeben.

Daraufhin habe ich von dem Vereinsvorsitzenden einen Brief erhalten (er fühlte sich offenbar ertappt) und wortwörtlich geschrieben:

"Von Herrn - Mustermann(Mitarbeiter Prüfungsamt) - habe ich keine Detailinformationen über Sie bekommen. Auf meine Frage hat er nur bestätigt, dass Sie noch eingeschriebener Student sind. Uns beiden ist der Begriff "dienstliche Schweigepflicht" sowie "Datenschutz" bekannt!"

So ist der Sachverhalt. Meine Frage ist nun, ob und wie ich gegen wen vorgehen kann. Zum einen hat ja die Uni persönliche Daten weiter gegeben und zum anderen hat der Vereinsvorsitzende (ein ehemaliger Vorgesetzter des Uni-Mitarbeiters) sich m.E. auf illegalem Weg Daten beschafft und für den Verein weiter verwendet.

Ich möchte nach Möglichkeit verhindern, dass es für den Mitarbeiter der Uni arbeitsrechtliche Konsequenzen gibt. Gibt es eine Möglichkeit dem Vereinsvorsitzenden eine Art Unterlassungserklärung oder Abmahnung zu schicken? Oder kann ich theoretisch auch die Universität abmahnen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Universität ist grundsätzlich nicht berechtigt Ihre Daten an Dritte weiterzugeben. Dies gilt insbesondere für die Weitergabe Ihrer Daten an private Vereine oder Privatpersonen.

Gegen die Universität haben Sie daher grundsätzlich einen Unterlassungsanspruch. Daher können Sie die Universität auch grundsätzlich abmahnen.

Gegen den Vereinsvorsitzenden selbst haben Sie nach erster Einschätzung keinen Unterlassungsanspruch.

Allerdings sind Sie für die erfolgte Weitergabe der Daten beweispflichtig. Ob Ihnen dies gelingen wird, kann von hier nicht beurteilt werden.

Für die konkrete Umsetzung Ihrer Ansprüche sollten Sie daher einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Vertretung beauftragen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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