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Daten aus amerikanischen Archiven


| 31.12.2009 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht



Guten Tag.

Ich beabsichtige, aus über das Internet frei zugänglichen, aber wenig bekannten amerikanischen Archiven Daten auf geeignete Datenträger zu speichern und diese zu verkaufen.

Auf den entsprechenden Internetseiten finde ich keinerlei Hinweise zu datenschutzrechtlichen bzw. urheberrechtlichen Vorschriften.

Die Daten bestehen aus amtlichen Untersuchungsberichten zu Ereignissen während des letzten Weltkrieges. Soweit persönliche Daten vorkommen, betreffen diese Personen, die mindestens seit Kriegsende tot sind.

Kann es hier in Deutschland Probleme mit dem Urheberrecht bzw. dem Datenschutzrecht geben?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum hier eine ausführliche und vor allem persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vorwiegend dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens sich von der hier folgenden Antwort unterscheiden. Weiterhin ist bei der Beantwortung auch der Einsatz für die Frage zu beachten, welcher den Umfang und die Tiefe der Antwort bestimmt.

Unter Berücksichtigung dieser allgemeinen Hinweise beantworte ich Ihre Frage wie folgt:


Der Schutz eines Urhebers ist auch für ausländische Rechteinhaber gegeben. Kopieren Sie einen Picasso, so werden dessen Rechteinhaber (Die Erben bzw. Verwertungsgesellschaft) Ihnen dies kostenpflichtig untersagen. Daher kann auch der Urheber bzw. der Inhaber von ausschließlichen Nutzungsrechten an den Archiven sich gegen die unerlaubte Nutzung wehren. Selbst wenn diese Archive frei zugänglich sind, so bedeutet dies noch nicht, dass jeder über die Inhalte frei verfügen kann.

Fraglich ist, inwieweit hier der Schutz des Urheberrechts reicht. So können - entsprechend Ihren Andeutungen - die Bestandteile der Sammlung zwar dem Allgmeingut zuzuorden sein und so nicht urheberrechtsfähig sein, die Zusammenstellung und Sammlung bzw. Aufbereitung erfüllen dann aber oft die Kriterien, die für eine schutzfähiges Urheberrecht stehen. Einer Übernahme aus den vorhandenen Datenbanken ist abzuraten. Sie können jedoch diese als Anregung nutzen und Ihre Daten selbst frei zusammenstellen. Ein Hinweis über das Urheberrecht ist nicht notwendig, nur wenn Dritten bestimmte Rechte eingeräumt werden sollen, so erscheint des vorteilhafter.

Es ist auch noch darauf hinzuweisen, dass teilweise eine Zwangslizens vergeben werden kann, wenn bestimmte Interessen eine Nutzung erfordern. Dies ist z.B. bei einer wissenschaftlichen Nutzung oder der zur Verfügungstellung für eine solche Nutzung oft der Fall. Für alle derartigen Aktivitäten haben Sie dann aber auch entsprechende Lizensgebühren zu zahlen.

Weiterhin sollte beachtet werden, dass ein Urheberrecht oft auch an die Erben übertragen wird, wenn der eigentliche Urheberr stirbt. In diesem Rahmen könnten auch Angehörige durch z.B. negative Berichterstattung betroffen sein und dann gegen Sie klagen.



Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten und auch hilfreichen Überblick geben konnte. Bei konkreten weiteren Fragen oder bei Unklarheiten können Sie gern die kostenlose Nachfragefunktion dieser Seite nutzen. Sollte darüber hinaus Beratungsbedarf bestehen, stehe ich Ihnen sebstverständlich ebenfalls zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Hendrik Peters
Bewertung des Fragestellers 31.12.2009 | 17:01


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"Selbst am Silvesterabend sehr schnelle Beantwortung. Vielen Dank"