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Das Kind lebt mit einem Elter im Ausland.Aufenthaltsbestimmungsrecht - Kindesentzug?

| 25.06.2018 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:31

Zusammenfassung:

Kind im Ausland

Sehr geehrte Damen und Herren,
Es wurde eine Ehe zwischen einem deutschen Bürger und eine Frau aus Russland in 2005 in Deutschland geschlossen. In 2007 in Deutschland bekamen sie ein Kind. Es hat deutsche Staatsangehörigkeit von dem Vater und russische von der Mutter. In 2007 fuhren alle drei nach Russland. Der Mann kehrte alleine nach DE zurück. Und stellte einen Rückführungsanspruch gemäß dem Haager Abkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung. Es gab dann das Gerichtsverfahren in Russland. Dem Kindesvater ist die Wohnanschrift bekannt, er nahm an allen Gerichtsprozessen mit seinem Rechtsanwalt teil. Die Ehe wurde in 2008 in Russland geschieden, das Kind dürfte mit seiner Mutter in R. bleiben.
Nach einigen Jahren wurde die Ehescheidung auf Antrag der Ehefrau bei Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Berlin in Deutschland anerkannt.
Kindesmutter wandte sich mit der Bitte an Bundesamt für Justiz für Kindesunterhalt. Und bekam Antworten, dass der Kindesvater seit 2010 in Deutschland nicht gemeldet ist. In regelmäßigen Abständen werden erneute Ermittlungen durchgeführt. Der Kindesvater teilt seine aktuelle Wohnanschrift nicht mit.
Das Kind lebt ununterbrochen mit Mutter in Russland schon 11 Jahren, fühlt sich wohl, hat Freunde, Verwandten, geht zur Schule. In Deutschland hat es Niemandem, keine Verwandten.
Meine Fragen in diesem Zusammenhang:
1. Könnte der Kindesvater trotzdem wegen Kindesentführung bei deutschen Behörde Kindesmutter anzeigen? Ob das möglich wäre?
2. Ob in Deutschland russisches Gerichtsurteil über gewöhnlichen Kindesaufenthalt im Ausland mit Mutter akzeptiert ist?
3. Wenn die Kindesmutter das Visum bekommt und nach Deutschland auf eine kurze Besuchsreise kommt, kann sie Probleme bekommen? Wie ist die rechtliche Situation?

25.06.2018 | 16:53

Antwort

von


(729)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie schreiben, das Kind durfte in Russland bleiben - ist das die Aussage des Vaters gewesen bzw. das Ergebnis des Gerichtsverfahrens?
Hier müsste man ggf. die Entscheidung genau prüfen, was vereinbart wurde, was entschieden wurde.

Sollte das Kind dem Vater zugesprochen worden sein, muss die Kindesmutter eine Abänderung beantragen.

Mir ist das russische Kindschaftsrecht nicht geläufig, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das Kind, was mittlerweile einen eigenen Willen bilden kann, den Wohnort nochmal wechseln müsste. Sollte das Kind allerdings tatsächlich widerrechtlich in Russland gewesen sein, so wird erst eine Rückführung erfolgen, da sich die Mutter dann nicht auf den Kindeswillen berufen kann. Es kann aber in einem erneuten Verfahren geklärt werden, ob das Kind dann wieder zur Mutter zurück kann.

Also: entweder Vereinbarung/Urteil, dass das Kind bei der Mutter bleiben konnte, dann derzeit kein Problem
oder widerrechtlich in Russland, dann ggf. Rückführung und schnelles Tätigwerden der Mutter auf Abänderung der Entscheidung.

An der Grenze kann es bei Variante 2 dann schon Probleme geben. Daher sollte alles vorher geregelt sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 26.06.2018 | 12:24

Sehr geehrte Dr. Corina Seiter,
herzlichen Dank. für die Antwort.
Das Kind durfte in Russland bleiben – es ist das Ergebnis des Gerichtsverfahrens, in dem russischen Gerichtsurteil ist geschrieben „das minderjährigen Kind mit Mutter wohnen lassen".
Ob in Deutschland dieses russische Gerichtsurteil über Kindesaufenthalt mit Mutter gilt?
Damals wurde dem Antragsteller bei der Rückführung aufgrund des russischen Gerichtsurteils abgesagt.
So wenn die Kindesmutter das Visum bekommt und nach Deutschland auf eine kurze Besuchsreise kommt, kann sie Probleme bekommen?
Kann ich mit Ihnen für Sachverhaltsaufklärung den Kontakt aufnehmen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.06.2018 | 16:31

Das hört sich sehr gut an! Wenn das Gericht das entschieden hat, nehmen Sie zu einem Besuch nach Deutschland das Gerichtsurteil beglaubigt mit! Sollte es Schwierigkeiten auf deutschem Boden geben, melden Sie sich sofort bei uns! Das Kind ist aber alt genug, eine Meinung zu bilden - es würde kein Gericht hier gegen den Willen des Kindes das Kind in Deutschland behalten!

Bewertung des Fragestellers 28.06.2018 | 08:27

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