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Darlehensvertrag zwischen Eltern und Kind

04.06.2008 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Ich möchte meinem volljährigen Sohn ein zinsloses Darlehen gewähren (50 000 Euro).
Durch die Zins-Einnahmen, die er dadurch erzielen kann, verringert sich die laufende Unterhaltsleistung während seines Studiums durch mich.
Andererseits fallen bei ihm deutlich weniger Steuern für die Zinserträge an (d.h. der Vertrag muss vom Finanzamt anerkannt werden können).
Nach dem Studium oder bei Kündigung (ich denke an 1 Monat Kündigungsfrist) soll das Darlehen an mich zurückgezahlt werden.

Wie muss ein entsprechender Darlehensvertrag gestaltet sein?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Darlehensverträge mit Angehörigen unterliegen dem Fremdvergleich. Das heißt, die Ausgestaltung und die Durchführung der vertraglichen Vereinbarungen muss dem entsprechen, was zwischen Fremden üblich ist.
Als fremdunüblich gilt insbesondere die Gewährung eines zinslosen Darlehens, so dass die Anerkennung durch das Finanzamt in diesem Fall problematisch wird.

Ein Darlehen unter Angehörige muss vielmehr die üblichen Kriterien erfüllen. Diese sind:

-Die Vereinbarung muss zu Beginn des Vertragsverhältnisses geschlossen werden.
-Der Inhalt muss genau definiert sein und über übliche Unterhaltsleistungen hinaus gehen.
-Der vereinbarte Zinssatz muss einem Fremdvergleich Stand halten.
-Die Laufzeit des Darlehens, Rückzahlungsvereinbarungen und Sicherheiten sind wie unter Fremden üblich zu vereinbaren.
-Der Vertrag muss tatsächlich durchgeführt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass Zinsen bei Fälligkeit gezahlt werden müssen.

Bei Ihnen sind die fehlenden Sicherheiten und der fehlende Zins problematisch.



Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehen wir Ihnen für die Gestaltung eines Darlehensvertrag außerhalb dieser Online- Anfrage zur Verfügung.




Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 05.06.2008 | 10:20

Was wären typischerweise die Folgen, wenn ein Vertrag dennoch so gestaltet wäre?
In keinem Fall möchte ich, dass die Überlassung des Betrages etwa als Schenkung interpretiert werden könnte.
Gibt es geschicktere Alternativen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.06.2008 | 10:30

Sehr geehrter Fragesteller,

die Folgen werden sein, dass der Vertrag steuerlich nicht anerkannt wird.
Grundsätzlich gibt es Möglichkeiten zwischen Angehörigen , Verträge steuerlich günstig zu gestalten. Der Grad, ob ein Vertrag steuerlich anerkannt wird oder nicht, kann jedoch sehr schmal sein und ist im Einzelfall zu prüfen. Insbesondere ist hier eine umfassende Rechtssprechung zu berücksichtigen. Vergleichbar verhält es sich in Konstellationen, in welchen die Eltern sich z.B. eine Eigentumswohnung anschaffen und sie zu einem niedrigen Mietzins an ihre Kinder weitervermieten.

Für eine umfassende Beratung ist es hier unabdingbar einen Steuerberater oder einen Rechtsanwalt in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater aufzusuchen.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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