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Darlehensvertrag ohne Auszahlungsnachweis und Zeugen


23.11.2008 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Ich habe einen Bekannten einen Darlehen i.H. von € 5.000 gegeben und mit Ihm einen Darlehensvertrag abgeschlossen ,der einen zinssatz von 4% beinhaltet , kündigung fristlos jederzeit und zu Investitionszwecken.

Jetzt will ich den darlehensvertrag fristlos kündigen. Ich habe den Bekannten das Geld in bar gegeben ,d.h. ohne Auszahlungsnachweis bzw. Quittungen oder Zeugen .Er fordert von mir jetzt einen Auszahlungsnachweis, den ich nicht habe.

Wie sieht meine Chancen vor Gericht aus, das Geld wieder zu bekommen .

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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Bezüglich einer Rückforderung Ihres Darlehens Ihrerseits ist § 286 I ZPO entscheidend.

§ 286 Freie Beweiswürdigung

(1) Das Gericht hat unter Berücksichtigung des gesamten Inhalts der Verhandlungen und des Ergebnisses einer etwaigen Beweisaufnahme nach freier Überzeugung zu entscheiden, ob eine tatsächliche Behauptung für wahr oder für nicht wahr zu erachten sei. In dem Urteil sind die Gründe anzugeben, die für die richterliche Überzeugung leitend gewesen sind.

Sie und Ihr Anwalt müssen also während einer Verhandlung den Richter von der vorhandenen Geldübergabe überzeugen. Selbstverständlich wird der Richter fragen, warum es keinen Auszahlungsbeleg oder Überweisungsträger gibt. Hier müssen Sie dann wohl mit einem bestehenden Vetrauensverhältnis zwischen Ihnen und dem Kreditnehmer argumentieren.

Weitere wichtige Punkte sind, für welchen (Investitions)-Zweck der Kreditnehmer das Darlehen verwendet hat, vielleicht können Sie so seine damaligen Geldbedarf und Ihre Intention ihm das Geld zu leihen darlegen. Ebenfalls wichtig ist, ob der Kreditnehmer die Investition auch getätigt hat.

Wichtige Wirkung könnte auch noch indirekte Zeugen sein, welchen Sie von dem Kreditvertrag erzählt haben. Ebenfalls könnte ein Auszahlungsbetrag bei Ihrer Bank über die Kreditsumme von Vorteil sein (das Geld wurde ja bar übergeben).

Grundsätzlich sind Sie aber prozessual in der Bringschuld, dass Sie beweisen müssen, dass ein Kreditvertrag + Übergabe abgeschlossen wurde.

Der Kreditvertrag an sich ist aber, wenn er unterschrieben vorliegt schon ein wichtiger Beweis. Entscheidend scheint mir aber auch, was in diesem unter Auszahlungsmodalitäten festgelegt wurde.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


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