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Darlehensrückzahlung - Wie kann ich meine Forderungen geltend machen und auf welchen Weg könnte ich

07.07.2009 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Hallo,

habe folgendes Problem.
In den letzten Jahren seit ungefähr 2003 habe ich meiner Mutter mit mehreren kleineren und größeren Geldbeträgen ausgeholfen.
Insgesamt 4800Euro.
Es war abgemacht, das dieses zurück bezahlt wird.
Schriftlich ist darüber nie etwas festgehalten worden,allerdings gibt es im Familienkreis dafür Zeugen.
Bis Januar diesen Jahres war das auch alles kein Problem,dann aber kam es zum Streit und wir reden nicht mehr miteinander.
Wie kann ich meine Forderungen geltend machen und auf welchen Weg könnte ich sie versuchen durch zu setzen?
Verjähren diese Forderungen eigentlich?
Vielen Dank
07.07.2009 | 12:54

Antwort

von


(513)
Groner Landstr. 59
37081 Göttingen
Tel: 05513097470
Web: http://www.Kanzlei-Lars-Liedtke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es ist von einem wirksamen Darlehensvertrag auszugehen, da ein solcher zwischen Privatleuten formfrei, also auch mündlich, geschlossen werden kann.

Da Ihre Mutter sich weigert, diesen Betrag freiwillig zurückzuzahlen, werden Sie Ihren Rückzahlungsanspruch gerichtlich geltend machen müssen, denn nur so erhalten Sie einen Titel, der Sie zur zwangsweisen Beitreibung des Geldes berechtigt.

Die Beweislast dafür, dass ein Darlehensvertrag geschlossen wurde und Sie den Darlehensbetrag an die Darlehensnehmerin ausgezahlt haben, tragen Sie. Günstiger wäre es diesbezüglich, es würden eine schriftliche Vertragsurkunde und Quittungen oder Kontoauszüge vorliegen. Zwingend ist dies aber nicht. Ein entsprechender Zeugenbeweis genügt ebenfalls.

Ihr Darlehensrückzahlungsanspruch unterliegt der allgemeinen zivilrechtlichen Verjährung gem. § 195 BGB . Diese beträgt 3 Jahre. Die Verjährung beginnt gem. § 199 I BGB mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger hiervon Kenntnis erlangt hat. Maßgeblich ist nicht, wann der Darlehensvertrag geschlossen wurde, sondern, wann Ihr Rückzahlungsanspruch fällig geworden ist. Bei einem unbefristeten Darlehen ist dies der Fall, wenn das Darlehen gekündigt wird, also als Sie das erste Mal Rückzahlung verlangt haben. Beispiel: Hätten Sie heute vor einem Jahr erstmals Rückzahlung verlangt, hätte die Verjährungsfrist mit Ende des Jahres 2008 zu laufen begonnen, so dass Ihr Anspruch Ende 2011 verjähren würde. Sollte sich die Darlehensnehmerin auf die Verjährung berufen, hätte sie hierfür die Beweislast zu tragen.

Ich empfehle Ihnen daher, Ihren Rückzahlungsanspruch gerichtlich geltend zu machen, wobei es Ihnen dringend anzuraten ist, einen Rechtsanwalt mit der Prozessführung zu beauftragen.

Zum einen können Sie hier von vornherein eine Zahlungsklage erheben. Denkbar ist es aber auch, ein gerichtliches Mahnverfahren einzuleiten. Dieses bietet den Vorteil, besonders schnell und kostengünstig abzulaufen. Ein Klageverfahren schließt sich dann nur an, wenn sich der Anspruchsgegener rechtzeitig im Mahnverfahren verteidigt.

Sollten Sie im Fortgang der Angelegenheit einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen wollen, können Sie sich gern an mich wenden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.


Rechtsanwalt Lars Liedtke

ANTWORT VON

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37081 Göttingen
Tel: 05513097470
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