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Darlehens-Tilgung nach Tod


| 07.02.2007 09:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein Vater hat meiner Schwester vor Jahren ein Darlehen gegeben.Ein schriftlicher Vertrag besteht nicht.Vater und Schwester haben aber wiederholt gegenüber meinem Bruder und mir die Existenz des Darlehens mündlich bestätigt. Es wurde jährliche Zinszahlung vereinbart, die auch ausweislich der Kontoauszüge erfolgte.Ein Tilgungstermin wurde wohl nicht ausdrücklich festgelegt.
Im vergangenen Jahr wurde das Darlehen, nachdem wiederholte Rückzahlungsaufforderungen seitens meines Vaters nichts fruchteten, namens und mit Vollmacht des Vaters von uns Brüdern zum 31.08.2006 gekündigt.
Diese Rückzahlungsaufforderungen einschließlich der Kündigung wurden von meiner Schwester ignoriert.
Statt dessen konfrontiert meine Schwester uns Brüder mit dem falschen(!) Vorwurf, wir hätten uns bei der Haushaltsführung der Eltern in hohem Maße bereichert bzw. Gelder veruntreut.

Hierzu ist folgendes zu sagen:
seit einigen Jahren erledigen wir Brüder zunehmend den Haushalt einschl. finanzieller Angelegenheiten der Eltern, da diese allmählich den Überblick über ihre Ausgaben verloren. Hierzu waren wir mit Generalvollmacht ausgestattet. Parallel zu uns Brüdern ließ es sich mein Vater leider nicht nehmen,nach wie vor Abbuchungen von seinen und meiner Mutter Konten zu tätigen.So konnten wir Brüder öfters nicht nachvollziehen , wozu Geld abgehoben und wo es geblieben war.

Nun ist mein Vater Ende des alten Jahres verstorben und die Mutter ins Altenheim gezogen, was mit monatlichen Kosten von ca. € 2.500,- verbunden ist.Es tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

Meine Frage(n):

Sind wir Brüder berechtigt die Tilgung des Darlehens einzuklagen?
Wie beurteilen Sie die Chancen einer Klage gegen meine Schwester?
Was ist bei einem Antrag auf einen Erbschein hinsichtlich der Forderung gegen meine Schwester zu beachten?
Welche Rechte hat meine Mutter gegen meine Schwester auch im Hinblick auf etwaige Ansprüche auf Unterhalt?

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Ich schließe mich der Meinung der Kollegen bezügl. des einsatzes zwar an, werde aber Ihre Frage dennoch in der gebotenen Kürze beantworten:

Nach dem Tode Ihres Vaters treten die Erben in die Rechtsposition Ihres Vaters als erbengemeinschaft ein. Die Erbengemeinschaft ist dementsprechend auch berechtigt die Forderungen geltend zu machen, die dem erblasser, also dem Vater zustehen. Dabei ist es unerheblich ob diese Forderung gegen ein Mitglied der Erbengemeinschaft besteht oder gegen eine andere Person. In der Regel wird dieses bei der Auseinandersetzung, also der Aufteilung des Erbes entsprechend berücksichtigt, kann aber auch vorab im Namen der Erbengemeinschaft geltend gemacht werden. Ihre Schwester kann aber im Gegenzug die auseinandersetzung der Erbes verlangen und mit diesem Anspruch aufrechnen.

Die Chancen einer Klage sind einmal abhängig von der Beweissituation. Die Erbengemeinschaft muss beweisen können, dass das Darlehen in entsprechender Höhe und Verzinsung gewährt worden ist. Wenn diese Punkte beweisbar sind dürften die Chancen nicht schlecht stehen. Sowiet Ihre Schwester die Veruntreuung von Geldern geltend macht, richtet sich der Rückzahlungsanspruch (soweit er besteht) nicht gegen die Erbengemeinschaft und hätte damit keinen Einfluss auf das Verfahren.

Bei der Beantragung des Erbscheins ist bezügl der Forderung gegen die Schwester nichts zu ebachten, da im Erbschein nur steht, welcher Erbe zu welchen prozentualen Teilen Erbe wird. Der genaue Betrag ist nicht beziffert. Durch das Bestehen der Forderung ändert sich die Erbquote nicht.

Ansprüche Ihrer Mutter gegen Ihre Schwester richten sich danach, ob die Rente plus Pflegeversicherung etc. nicht ausreicht um die Unetrbringungskosten Ihrer Mutter zu decken oder nicht und nach der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit, also ihrem Einkommen. Daher kann diese Frage nciht pauschal beantwortet werden, hierzu sind die genauen Zahlen notwendig.

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2007 | 18:31

Vielen Dank für Ihre kompakte Antwort!
Eine kleine Nachfrage hätte ich noch:

Erhöht sich nicht die Chance auf eine erfolgreiche Klage dadurch, dass, wenn der eine Bruder klagt,der Andere als Zeuge auftreten kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2007 | 18:36

Einem einzelnen Miterben einer ungeteilten Erbengemeinschaft steht die Prozessführungsbefugnis zu. Das heißt, er kann in eigenem Namen klagen, wobei er jedoch nur die Leistung an alle Erben fordern kann. Damit kann der Bruder als Zeuge auftreten wenn er nicht als Kläger auftritt. Für die Beweissituation ist dieses vorgehen sicherlich vorteilhaft.

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