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Darlehen unter Freunden ohne Vertrag


| 11.02.2018 14:33 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im August/September 2015 einer damaligen Freundin einen nicht unbeträchtlichen Geldbetrag geliehen. Vereinbart haben wir eine monatliche Rückzahlung.

Nach ungefähr einem Jahr haben diese Rückzahlungen aufgehört. Da es zu dem Zeitpunkt bei ihr finanziell eng war, habe ich erstmal nichts gesagt.

Nun habe ich vergangenes Jahr im Oktober per Whatsapp darum gebeten, dass sie mir bitte den ausstehenden Betrag überweist. Daraufhin hat sie nach dem ausstehendenden Betrag gefragt und meine Kontodaten erhalten. Sie sagte - auch per Whatsapp - zu, mir den Betrag überweisen zu wollen. Nachdem fast vier Wochen keine weiteren Kontakte und keine Überweisung erfolgt ist, habe ich nochmal nachgefragt, wann ich das Geld erhalten würde. Mir wurde zwischen Weihnachten und Neujahr 2017 zugesagt.

Bisher habe ich nichts weiteres gehört. Ich möchte nicht komplett auf die Rückzahlung verzichten, weiß aber nicht, ob Vereinbarungen über Whatsapp als Rechtsgrundlage gelten. Kann ich etwas machen, und wenn ja, was?

Vielen Dank.
11.02.2018 | 15:01

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

auch die Vereinbarungen über Whatsapp sind gültig. Sie müssen daher alle Nachrichten unbedingt sichern.

Zivilrechtlich müssen Sie das Darlehen mit einer Frist von drei Monaten kündigen und die Gesamtzahlung dann fordern. Das ergibt sich aus § 488 BGB

Erfolgt die Zahlung nicht, sollte dann ein Mahnbescheid gegen die ehemalige Freundin gemacht werden.


Daneben können Sie zwar auch Strafanzeige stellen.

Aber da es eine zivilrechtliche Angelegenheit ist, wird ein Verfahren sicherlich eingestellt werden.

Erfolg bietet daher die Kündigung und das Mahnverfahren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2018 | 20:49

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

Vielen Dank für ihre Rückmeldung. Sie schreiben von der Kündigung des Darlehens.
Meine Frage hierzu ist, ob ein nicht mit einem Vertrag, damals auf Vertrauen basiertetes mündlich vereinbartes Darlehen in dieser Form kündbar ist.

Aus meiner Sicht wurde die Schuld im Nachhinein durch die oben genannten Whatsapp Nachrichten eingestanden bzw. bestätigt. Muss in der Kündigung auf den genauen Sachverhalt eingegangen werden oder reicht wann vereinbart und in welcher Form und Höhe?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2018 | 21:01

Sehr geehrte Ratsuchende,

auch dieses "auf Vertrauen basierendes Darlehen" ist rechtlich betrachtet ein vertragliches Darlehen.

Und so ein Darlehen muss gekündigt werden.

Whatapp wird im Streitfall eine sehr gute Beweislage für Sie schaffen.

Aber trotzdem müssen Sie es nun einmal käündigen. Sie können dabei auf die mündlichen Zusagen und die Whatsapp-Nachricht Bezug nehmen. Wenn "das zwischen uns bestehende Darlehen" gekündit und die Rückzahlung geltend gemacht wird, reicht das.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 11.02.2018 | 21:44


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"Gute und schnelle Hilfe und das an einem Sonntag. Ich hatte nicht damit gerechnet, vor Montag Rückmeldung zu erhalten."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.02.2018
5/5.0

Gute und schnelle Hilfe und das an einem Sonntag. Ich hatte nicht damit gerechnet, vor Montag Rückmeldung zu erhalten.


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