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Darlehen für KFZ nach mündl. Vereinbarung

| 07.11.2013 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe Mitte 2005 Ein Motorrad gekauft und finanzieren lassen. Nach 3 Jahren konnte ich die Ablösesumme nicht tilgen, so das ein langjähriger Freund dies über seine Firma für mich an die Bank geleistet hat und ich mit Ihm eine mündliche Vereinbarung getroffen hatte die Summe von ca. 4.800€ monatlich mit 60€ per Überweisung zu tilgen. Es folgten auch höhere Sonderzahlungen meinerseits. Es wurde kein Darlehensvertrag oder ähnliches abgeschlossen. Der Fahrzeugbrief befindet sich in meinem Besitz und lautet auf meinen Namen. Das Motorrad habe ich zwischenzeitlich für ein neues in Zahlung gegeben. Nach meiner Rechnung bleibt heute ein Restbetrag von ca. 950€. Jetzt verlangt mein Bekannter plötzlich noch Zinsen i.H.V ca. 900€ zusätzlich. Natürlich komme ich für die Restliche Forderung der ca. 950€ auf, aber über eine Verzinsung gab es nie eine Absprache. Ergo möchte ich für die Zinsen auch nicht einstehen. Wie soll ich mich hier verhalten und wie ist im Fall eines Rechtsstreites meine Position?

Besten Dank und Gruß

07.11.2013 | 11:20

Antwort

von


(942)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Auch wenn kein schriftlicher Darlehensvertrag geschlossen wurde, besteht doch de facto ein solcher Vertrag.

Dieser ist auch mündlich wirksam.

Der Darlehensgeber muss aber nachweisen können, dass es eine solche mündliche Abrede gab.

Aufgrund der von Ihnen bisher geleisteten Zahlungen sind konkrete Indizien für einen Darlehensvertrag gegeben.

Allerdings ist damit nicht die Höhe des Darlehens bewiesen - es sei denn, Sie hätten dies bei den Überweisungen mit angegeben.

Somit könnten Sie das Darlehen der Höhe nach bestreiten.

Zinsen wurden nicht vereinbart und sind damit nach § 488 BGB: Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag auch nicht geschuldet.

Hier müssten Sie im Streitfall aber beweisen, dass es keine solche Zinsabrede gab.

Im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung kann der Darlehensgeber nicht beweisen, über welche Höhe es eine Abrede gab, sodass er sogar auf dem Restbetrag sitzen bleiben könnte. Sie können aber nicht beweisen, dass es keine Zinsabrede gab, sodass man Sie letztlich dazu veruteilen könnte, für den bisher abgezahlten Betrag Zinsen zu zahlen.

Die Sache ist also offen, sodass man einen gerichtlichen Streit vermeiden sollte.

Machen Sie dies dem Darlehensgeber deutlich und zahlen am besten nur noch den offenen Betrag, aber keine Zinsen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Bewertung des Fragestellers 09.11.2013 | 07:39

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