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Darlehen an Eltern vergeben - was passiert nun im Erbfall?


30.01.2005 10:14 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Ich habe seit ca. 10 Jahren immer wieder Geld meiner Mutter als Darlehen gegeben (hatte sie auch immer wieder zurückbezahlt). Vor 5 Jahren stand dann ein Betrag offen, den ich bis heute nicht zurückbekommen habe. Seit drei Jahren zahle ich meinen Eltern zusätzlich monatlich einen Betrag (Unterstützung), welches auch als Darlehen gegolten hat). Meine Mutter ist nun vor kurzem verstorben, habe mir aber keinen Schuldschein ausstellen lassen. Die monatliche Unterstützung der letzten drei Jahre war wegen dem dauerhaften Aufenthalt meines Vaters im Pflegeheim notwendig (vom Finanzamt hatte ich die Auskunft bekommen, das für mich keine Unterhaltspflicht bestehe, da das Einkommen meines Vaters zu hoch sei, zusätzlich konnte ich diese Beträge auch nicht als Sonderausgaben geltend machen). Meine Eltern haben ein Berliner Testament aufgesetzt, welches inzwischen beim Nachlaßgericht ist. Meine Frage ist nun, wie kann ich die Darlehen gegenüber meinem Vater bzw. meinen "Miterben" geltend machen? Mein Vater bekommt nächste Woche einen Betreuer gestellt, da dies die letzten Jahre meine Mutter für ihn gemacht hatte. Stelle ich die Ansprüche an das Nachlaßgericht (da meine Mutter die Darlehen bekommen hat) oder an den Betreuer oder an wenn auch immer? Ich habe für alle Überweisungen entsprechende Kontoauszüge von mir und von meinen Eltern.

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Sehr geeehrte Damen und Herren,

beim sog. Berliner Testament setzen sich die Ehepartner in einem (gemeinschaftlichen) Testament gegenseitig zu alleinigen Erben oder alleinigen Vorerben ein. Damit wird u.a. bezweckt, daß die Kinder das Vermögen beider Elternteile erst nach dem Tod beider Ehepartner erben.

Zunächst müßte man die Ausgestaltung des Berliner Testaments ersehen. Ist Ihr Vater alleiner Erbe oder nur Vorerbe? Denn als alleinier Erbe kann Ihr Vater mit dem Erbe tun und lassen was er will, als Vorerbe muß er das Vermögen zusammenhalten. Wenn Ihre Vater Vorerbe ist, dann wird jemand Dritter - meist die Kinder - als Nacherbe aufgeführt sein. Dies sollten Sie klären. Ist Ihre Vater alleiniger Erbe, dann können Sie überlegen, Ihren Pflichtteil zu fordern. Vorher sollten Sie sich aber anwaltiche Beratung einholen.

Die Schulden (=Darlehen) können Sie nicht gegenüber dem Nachlaßgericht geltend machen. Dies müssen Sie gegenüber Ihrem Vater. Da er jetzt einen Betreuer hat, ist er auch der unmittelbarer Ansprechpartner. Dazu müssen Sie Ihren Vater - gesetzlich vertreten durch den Betreuer XY- zur Rückzahlung auffordern.

Ich empfehle Ihnen dieses Schreiben nicht alleine aufzusetzen. Da das Berliner Testament nicht so einfach zu verstehen ist, sollten Sie unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
www.anwalt-wille.de




Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2005 | 21:01

Kann ich die Forderungen nicht unanbhängig vom Testament machen? Die Darlehen sind sowohl an meine verstorbene Mutter als auch an meinen Vater geflossen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2005 | 09:31

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Sachverhalt haben Sie geschrieben, daß das ein Teil des Geldes an Ihre Mutter geflossen ist. Damit ist dieses Darlehen als Erbverbindlichkeit anzusehen.

Etwas anderes gilt natürlich für das Darlehen Ihres Vaters. Dieses können Sie natürlich zurückfordern.

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