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Darlehen als Nachlass

| 12.06.2019 15:56 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Mein Bruder und ich sind hälftige Erben meiner Mutter. Mein Bruder hat zu Lebzeiten meiner Mutter ein verzinsliches Darlehen in Höhe von € 200.000 erhalten, wozu ein unbefristeter Darlehensvertrag abgeschlossen wurde. Wie ist bezüglich des Darlehens das rechtliche Procedere, damit ich meinen Anteil am Erbe meinem Brudr gegenüber geltend machen kann? Mit einer gütlichen Einigung ist nicht zu rechnen.
Im Voraus vielen Dank für die Beratung.
12.06.2019 | 18:05

Antwort

von


(221)
Bosestraße 9
08056 Zwickau
Tel: 0375/35313120
Web: http://www.ra-lars-winkler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,


Lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Rechtstechnisch werden Sie den Miterben auf Zustimmung zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft insgesamt in Anspruch nehmen müssen. Dazu muss ein Teilungsplan für den gesamten Nachlass erstellt werden und vom Miterben müsste - notfalls vor Gericht - Zustimmung zu diesem Plan verlangt werden.

Einfacher geht es leider nicht. Insbesondere können Sie nicht so einfach das Darlehen im Namen der Erbengemeinschaft zurückverlangen: Zwar kann gemäß § 2039 BGB jeder Miterbe auch gegen den Willen anderer Miterben Ansprüche für den Nachlass geltend machen, auch gegen Miterben.

Das Problem in Ihrem Fall stellt aber die Kündigung des Darlehens dar. Gemäß § 489 Abs.2 BGB ist ein unbefristetes Darlehen zuerst zu kündigen und kann dann nach Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist eingefordert werden. Diese Kündigung aber kann nur mindestens mit Mehrheit der Anteile an der Erbengemeinschaft wirksam ausgesprochen werden, vgl. etwa OLG Schleswig Az. 3 U 82/13. Ihre 50% sind da leider nicht ausreichend.

Was aber grundsätzlich immer funktioniert ist die komplette Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Diese können Sie gemäß § 2042 BGB auch gegen den Willen des Miterben durchsetzen. Dies gilt unabhängig von der Größe der Nachlassanteile.

Vor Gericht herrscht dabei Anwaltszwang. Abgesehen davon empfiehlt sich anwaltliche Hilfe schon bei der Erstellung des Planes zur Auseinandersetzung; dieser muss in allen Punkten unangreifbar sein um vor Gericht Bestand zu haben.


Bei weiterem Bedarf an Beratung oder Vertretung in der Sache können Sie sich gerne an mich wenden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lars Winkler

Bewertung des Fragestellers 12.06.2019 | 20:29

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ANTWORT VON

(221)

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