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Darlehen - Ableben des Gebers vor Rückzahlung - Umwandlung in Schenkung

14.11.2018 15:42 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Liebe Expertinnen und Experten,

meine beste Freundin hat mir vor ein paar Wochen für meinen Geschäftsbetrieb 25.000 EUR als Leihgabe zinslos zur freien Verfügung gestellt. Das Geld hat sie mir auf mein Geschäftskonto überwiesen.

Unsere ursprüngliche mündliche Absprache ist, dass ich ihr das Geld im Rahmen meiner Möglichkeiten zurück zahle. Keine Vereinbarung über Regelmäßigkeit oder Höhe. Eine erste Rate von 1.000 EUR habe ich bereits zurück gezahlt.

Nun sieht es so aus, dass es zu einem Ableben von ihr kommen kann, bevor ich den Betrag zurück gezahlt habe.

Nun ist es ihr Wunsch - so haben wir es besprochen - dass ich in diesem Fall den Restbetrag im Rahmen meiner Möglichkeiten in ihrem Sinne irgendwann einmal spende.

Wie stellen wir dies nun auf rechtssichere Beine bzgl. Steuern und Ausschluss von Ansprüchen von Erben?

Meine Idee:
Wir vereinbaren eine Schenkung in Höhe von 20.000 EUR und ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von 5.000 EUR.

Wären wir damit auf der rechtssicheren Seite?

Ich würde gerne Ihre empfohlene Konstellation wissen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben da weitreichendere Gestaltungsmöglichkeiten, um sich jedenfalls im Hinblick auf eventuelle Ansprüche von Erben zu schützen. Um dieses rechtssicher und in formwirksamer Hinsicht rechtswirksam zu verabreden, benötigen Sie dafür einen Notar. Das wäre jedenfalls der sicherste Weg, den ich Ihnen auch als Anwalt anraten muss.

So können Sie flexibel und einfach die Rückzahlung auch bei einem vorzeitigen Ableben Ihrer Freundin gestalten, ohne finanziell Mehrbelastungen ausgesetzt zu sein.

Bei einem Darlehen gilt des Weiteren zu beachten:
Bei einem unverzinslichen Darlehen, unterliegt der Zinsvorteil beim Darlehensnehmer der Schenkungsteuer. (Finanzgericht Köln, Urteil vom 30.9.2009, Aktenzeichen: 9 K 2697/08).

Zur Schenkung ist ebenfalls noch zu wissen:

Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG)
§ 16 Freibeträge
"(1) Steuerfrei bleibt in den Fällen der unbeschränkten Steuerpflicht (§ 2 Absatz 1 Nummer 1) der Erwerb

1.
des Ehegatten und des Lebenspartners in Höhe von 500 000 Euro;

2.
der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 und der Kinder verstorbener Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 in Höhe von 400 000 Euro;

3.
der Kinder der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 in Höhe von 200 000 Euro;

4.
der übrigen Personen der Steuerklasse I in Höhe von 100 000 Euro;

5.
der Personen der Steuerklasse II in Höhe von 20 000 Euro;

6.
(weggefallen)

7.
der übrigen Personen der Steuerklasse III in Höhe von 20 000 Euro."

Das wäre hier also erreicht, mit den 20.000,- €.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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