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Darf private Krankenversicherung rückwirkend Beitrag einfordern?


09.05.2007 14:13 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Sehr geehrtes Anwalt Team,


ich habe eine Frage bezüglich meiner privaten Krankenversicherung.

Ich war bis zum 28.02.07. Kassenpatient und habe mich über meinen Finanzberater für eine private Krankenkasse entschieden. Die Mitgliedschaft sollte eigentlich zum 01.03.07. beginnen. Leider kam es jedoch bei meinem Antrag (wurde von meinem Finanzberater im Januar dieses Jahres eingereicht) zu Komplikationen und ich wurde nicht versichert. Ich habe diesen Umstand erst vor kurzem bemerkt. Mein Finanzberater hat sich jetzt darum gekümmert.

Ich war somit unwissend seit dem 01.03.07. ohne Krankenversicherung. Hätte ich jedoch die Versicherung in Anspruch nehmen müssen, dann hätte die Haftpflichtversicherung meines Finanzberaters bezahlt. Wurde mir versichert.

Im ersten Gespräch mit meinem Berater meinte er, dass ich den Versicherungsbeitrag erst ab dem neuen Versicherungseintritt zahlen müsste. Nun will er, dass ich den Beitrag ab dem 01.03.07. an die Krankenkasse bezahle.

Nun meine Frage: muss ich den Beitrag seit dem 01.03.07. bezahlen oder erst ab dem nun neuen Versicherungseintritt? Der Antrag für den 01.03.07. liegt der Krankenkasse vor.



Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Bei einer Krankenversicherung können Versicherungsbeginn und Beginn der Beitragspflicht auseinander fallen. Mit Abschluss des Vertrages, zumeist mit Übersendung der Police, beginnt formell die Versicherung. Davon zu unterscheiden sein kann der sog. technische Versicherungsbeginn. Dies ist der Anfang des Zeitraums, für den Sie die vereinbarten Prämien zu entrichten haben. Des Weiteren ist zu unterscheiden der sog. materielle Versicherungsbeginn, d.h. der Zeitpunkt, ab dem der Versicherer die Gefahr trägt. Diese Zeitpunkte können voneinander abweichen und sind daher zu unterscheiden.

Die Prämienzahlungspflicht ergibt sich grundsätzlich aus dem Versicherungsschein, in Form einer kalendermäßigen Angabe. Da dabei auch eine Rückdatierung erfolgen kann, sollten Sie daher auf die im Schein enthalten Angaben abstellen (, ggf. sobald er Ihnen vorliegt). Diese ist für Sie verbindlich. Sie kann, wie angeführt, allerdings mit dem materiellen Versicherungsbeginn nicht übereinstimmen, da ggf. Wartezeiten etc. zu berücksichtigen sind.

Ich gehe davon aus, dass vorliegend eine Rückdatierung auf den 01.03.07 erfolgt, so dass ab diesem Zeitpunkt auch eine Zahlungspflicht besteht.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net



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