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Darf mein Mann nun den Kindesunterhalt für die Zeit, in der der Sohn bei uns wohnt, einbehalten?


08.04.2005 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann hat aus erster Ehe einen 15jährigen Sohn, der bislang bei seiner Mutter lebte, die das alleinige Sorgerecht besitzt, da sie sonst nicht in eine Scheidung eingewilligt hätte. Mein Mann bezahlt seit der Scheidung im Jahre 2000 insgesamt gleich bleibend monatlich 640,-- Euro Ehegatten- sowie Kindesunterhalt, es wurde bei der Scheidung vereinbart, dass sich der Kindesunterhalt mit Älterwerden des Kindes jeweils nach der Düsseldorfer Tabelle richtet. Demnach fallen auf den Sohn zur Zeit 364,-- Euro Unterhalt, auf die geschiedene Ehefrau 276,-- Euro.

Da die erste Frau meines Mannes durch Krankheit zur Zeit nicht in der Lage ist, sich um ihren Sohn zu kümmern und zu versorgen, und es auch abzusehen ist, dass dieser Zustand lange Zeit andauern wird, lebt der Sohn nun in unserem Haushalt.

Darf mein Mann nun den Kindesunterhalt für die Zeit, in der der Sohn bei uns wohnt, einbehalten? Wie sieht es mit dem hälftigen Kindergeld aus? Bedarf es hier einer Gerichtsentscheidung?

Für eine Antwort bin ich Ihnen dankbar!

Herzliche Grüße
Heike Möller

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Sehr geehrte Ratsuchende,

mit dem Kindesunterhalt verhält es sich so, dass grundsätzlich beide Elternteile unterhaltspflichtig sind. Dabei erbringt der Elternteil, bei dem das Kind lebt, den sog. Betreuungsunterhalt. Dies tut er, indem er dem Kind auf seine Kosten Unterkunft, Ernährung und Versorgung angedeihen lässt. Der andere Elternteil erbringt den sog. Barunterhalt in Form von Unterhaltszahlungen.

In Ihrem Fall hat sich nunmehr das Verhältnis dieser beiden Unterhaltsformen umgekehrt, indem nun das Kind bei Ihrem Mann lebt. Daher müsste nun umgekehrt die Mutter Unterhalt zahlen, während Ihr Mann keine weiteren Zahlungen zu leisten braucht. Beim Kindergeld ändert sich aber nichts.

Um die geänderten Unterhaltspflichten zu regelnn, bedarf es zunächst keiner Gerichtsentscheidung. Aber die ganze Sache sollte auf jeden Fall zwischen den Elternteilen (außergerichtlich) geregelt werden, was sinnvollerweise über einen Anwalt geschieht. Denn es ist ja ein gerichtlicher Unterhaltstitel in der Welt, der eine klare Regelung enthält. Die Mutter könnte auf die Idee kommen, aus diesem Titel die Vollstreckung zu betreiben. In diesem Falle wäre ein Gerichtsverfahren dann praktisch unumgänglich. Das vermeidet man, durch eine einvernehmliche Regelung der Unterhaltspflichten. Sperrt sich die Mutter gegen eine einvernehmliche Regelung, müsste der vorhandene Titel über eine sog. Abänderungsklage an die neue Situation angepasst werden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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