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Darf mein Bruder die Auszahlung des Erbes an Bedingungen knüpfen?

02.04.2013 16:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Mutter ist im März 2007 verstorben. Ihren landwirschaftlichen Betrieb hat sie meinem Bruder lt. Testament vererbt. Mir und meinem jüngeren Bruder wurde der Pflichteil erst nach div. Schriftverkehr durch meinen Anwalt ausgezahlt.
Bis jetzt hat mein Bruder das Privatvermögen, was zum Todeszeitpunkt ca. 10.000Euro betrug mir nicht ausgezahlt. Als Begründung gibt er an, daß dadurch, das ich selbst eien Anwalt beauftragt hatte ihm zusätzliche Kosten entstanden seien und ich müsse für diese Kosten aufkommen. Sein Anwalt hatte zweimal einen Termin angeboten, den ich nicht angenommen hatte.
Da ich damals nie klare Auskünfte zu der Erbangelegenheit von meinem Bruder bekommen hatte, hatte ich mich schließlich entschlossen meine Interessen durch einen Anwalt vertreten zu lassen. Mein Bruder hat vor ca. einem Jahr angerufen und mir mitgeteilt, daß er das Privatvermögen aufteieln und an mich überweisen wolle. Er sagte damals, erkönne die Überweisung nur vor Ort vornehmen und ich hatte zugestimmt ca. einige Wochen auf das Geld zu warten. Ich wollte auch nicht unhöflich sein hab dann aber bis Ende des Jahres nichts mehr von meinem Bruder gehört. Auch nach zwei Anrufen bei ihm hat er sich nicht mehr bei mir gemeldet. Ich hab ihn nun Anfang März diesen schriftlich gebeten mir das zustehend Geld aus dem Privatvermögen auszuzahlen. Meinem Sohn, der schließlich bei ihm angerufen hatte, hat er mitgeteilt, daß er das Geld erst auszahlen würde wenn ich seine Anwaltkosten, die seiner Meinung durch mich entsstanden seien übernehmen müsse.
Meine Frage ist: darf mein Bruder die Auszahlung des Privatvermögens meiner Mutter an durch ihn definierte Bedingungen knüpfen und welche Möglichkeit hab ich meinen Bruder zur Auszahlung des Geldes(es wären ca. 4000Euro zu bewegen)

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Sofern Ihr Bruder berechtigte Forderungen gegen Sie hätte, könnte er mit diesen gegen Ihre Forderung auf Auzahlung Ihres Anteils aufrechnen. Das bedeutet, dass er seine Forderung von dem Anteil, der Ihnen zusteht abziehen und Ihnen nur den Restbetrag auszahlen könnte. Hierfür müsste Ihr Bruder die Aufrechnung Ihnen gegenüber aber erklären.

Meines Erachtens hat Ihr Bruder aber schon gar keinen Anspruch gegen Sie auf Erstattung seiner Anwaltskosten. Sofern er einen Anwalt beauftragt hatte, weil Sie einen Anwalt hatten, muss er diese Kosten auch selbst tragen. Etwas anderes würde nur gelten, wenn Sie mit einer Leistung in Verzug gewesen oder gegenüber Ihrem Bruder schadensersatzpflichtig gewesen wären. Hierfür enthält Ihre Schilderung aber keinerlei Anhaltspunkte. Ganz im Gegenteil spräche einiges dafür, dass Ihr Bruder Ihre Anwaltskosten zu ersetzen hätte, da er Ihnen die erforderlichen Auskünfte trotz Aufforderung nicht erteilt hatte und Sie daher die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen mussten.

Sie sollten Ihren Bruder nun noch einmal schriftlich und nachweislich per Einschreiben unter Setzung einer Frist von maximal 2 Wochen auffordern, Ihnen Ihren Anteil an dem Vernögen Ihrer Mutter zu überweisen. Sollte Ihr Bruder dies weiterhin nicht tun, sollten Sie wiederum anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ihr Bruder hätte dann auch die Anwaltskosten zu tragen, da er mit seiner Leistung in Verzug wäre.

Gern bin auch ich bereit, Sie in dieser Angelegenheit weiter zu untertsützen. Das hier bereits gezahlte Honorar würde auf die weitere Vertretung angerechnet. Kontaktieren Sie mich bei Bedarf über meine Kontaktdaten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg!


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Sollte Ihnen noch etwas unklar sein, dürfen Sie gerne die Nachfragemöglichkeit nutzen. Wenn Sie zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann
Rechtsanwältin

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