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Darf man eine Email jemand anderem zeigen?

| 26.09.2013 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Aljoscha Winkelmann


In meinem Verein hat der 1. Vorsitzende mich ineinander Schreiben an die Fachschaft eines Fehlverhaltens bezichtigt. Ich habe ihm daraufhin eine Mail geschrieben, auf die er per Mail geantwortet hat. Diese Mail habe ich auf einer Sitzung der Fachschaft, in der es um die o.g. Vorwürfe geht den Anwesenden gezeigt. Der 1. Vorsitzende hat mich dariaufhin bezichtigt, dass ich das nicht hätte tun dürfend da das sein Persönlichkeitsrecht verletze. Es sei noch angemerkt, dass die fragliche Mail zwar vom 1. Vorsitzenden stammt, aber nur mit seinem Namen, nicht seiner Funktion oder Titel unterzeichnet ist und auch keinen Vermerk enthält, dass die Mail vertraulich sei oder einer Veröffentlichung widersprochen wird. Wer ist denn nun im Recht?

138/13
Sehr geehrte Fragestellerin/sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage
Darf man eine Email jemand anderem zeigen?

26.09.2013 22:49 | Preis: 43,00 € |
Generelle Themen

beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Art. 1 und 2 GG garantierten Persönlichkeitsschutz. Das Persönlichkeitsrecht wird als sonstiges Recht im Sinne von § 823 Abs. 1 BGB vor objektiv rechtswidrigen Eingriffen geschützt.

Eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts ist z.B. bei sog. Schmähkritik gegeben, d.h.:

 wenn nicht die sachliche Auseinandersetzung im Vordergrund, sondern die Herabsetzung durch Beleidigungen und bewusst bösartig überspitze Kritik
 auch wenn zwar u.a. Tatsachenbehauptung erfolgen, aber Schwerpunkt der Äußerung diffamierend ist
 diesbez. muss Vorsatz gegeben sien


Sehr gut verdeutlichend ist auch das Urteil des OLG Celle vom 19.04.2012, Az.: 13 U 235/11

Danach sind selbst herabsetzende Äußerung in sachlichem Zusammenhang keine Schmähkritik und daher auch keine Verletzungen des Persönlichkeitsrechts.

So wie Sie Ihren Fall schilden scheinen Sie die Mail in sachlichem Zusammenhang zu dem Schreiben des 1. Vorsitzende, in dem dieser Sie gegenüber der Fachschaft eines Fehlverhaltens bezichtigt hat, der Fachschaft gezeigt zu haben. Dann haben Sie das des 1. Vorsitzenden NICHT verletzt.Ich gehe davon aus, dass Sie sich mit der Mail gegen die Vorwürfe des 1. Vorsitzenden verteidigen wollten.

Wenn er letztlich Sie nicht aufgefordert hat, die Mail vertraulich zu behandeln, spricht nichts dagegen, wenn Sie den Inhalt öffentlich zeigen. Sie dürften dies nur nicht in einer beleidigenden Art und Weise getan haben, sollten also sachlich geblieben sein.

Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben sowie die Aussagen von Zeugen und die Wertung anderer Beweismittel und weiterer Informationen können möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.
Letztlich weise ich darauf hin, dass der Umfang meiner Beratung ebenfalls durch die zwingenden gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt ist.]

Mit freundlichen Grüßen

Aljoscha Winkelmann (Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 28.09.2013 | 08:57

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