Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Darf man Kinder mit zur Arbeitsstelle nehmen?


07.11.2006 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo, ich habe folgendes Problem:

Mein Mann und ich arbeiten in der selben Firma als Gebäudereiniger, wir sind gemeinschaftlich für die tägliche Unterhaltsreinigung von 4 Kindertageseinrichtungen und einer Schule verantwortlich.
Nun gibt es zu einer solchen Unterhaltsreinigung auch zusätzlich einmal pro Jahr eine Grundreinigung (Alte Linoliumschicht herunterschrubben und neu versiegeln). Diese finden dann Wochenends statt.

Jetzt hatten wir das Problem das wir schon 3 Wochenenden hintereinander diese Grundreinigungen hatten, und an diesem Wochenende (3.11. – 5.11.) keine Betreuung für unsere zwei 3 und 8 Jahre alten Kinder gefunden hatten.
Nach langer Überlegung nahmen wir die Kinder dann mit zur Arbeit, da sie in der Kita prima spielen konnten.

Wir haben am Freitag um 17.00 Uhr anfangen können, die Reinigung (Alte Schicht runter) ging dann bis 4.00 Uhr morgens. Zwischenzeitlich hatten die Kinder gegessen und sind dann auf einer aufgeklappten Couch mit Kissen und Decken die ich von der Kita nahm eingeschlafen (20.00 Uhr).
Nach dieser Reinigung musste der Boden ca. 6 Stunden durchtrocknen bis wir dann die neue Schicht auftragen konnten, die allerdings auch schon bis zum Mittag fertig sein musste, da der Hausmeister schon am Sonntag alle Möbel wieder einräumen wollte, (damit Montags alles fertig ist) und die neue Schicht noch 12 Stunden trocknen musste damit sie begehbar ist.

Damit standen wir völlig übermüdet Samstag morgen um 4.00 Uhr vor der Frage was wir denn jetzt tun sollten. Um 10.00 Uhr mussten wir mit der neuen Schicht anfangen damit wir es rechtzeitig schaffen konnten. Also jetzt schnell schlafen. Aber wie das jetzt anfangen? Die Kinder aus dem Schlaf reissen, ins Auto steigen und und so übermüdet hoffen heil zu Hause anzukommen war und zu heikel, ein Taxi war um diese Urzeit nicht mehr zu bekommen, im Auto (wir haben ein sehr großes Auto) übernachten funktionierte ebenfalls nicht da wir in der Nacht -5 Grad Celsius hatten. Also beschlossen wir, uns eine Matratze und ein paar Decken zu nehmen und ebenfalls in der Kita zu schlafen.

Um halb 10 Uhr morgens kam der Hausmeister mit seinem Enkelkind um zu schauen wie weit wir waren, fragte wie wir das nun geschafft haben unterhielt sich noch ein Weilchen mit uns und ging wieder. Bei diesem Gespräch bemerkte er natürlich das wir dort übernachtet hatten.

Lange Rede kurzer Sinn, wir haben zwar arbeitstechnisch alles geschafft, jedoch hat die Kita-Leitung vom Hausmeister eine Unterrichtung unserer Übernachtung bekommen, und nun wird uns von der Kita-Leitung und der Stadtverwaltung angedroht diese Kindertagesstätte entzogen zu bekommen.

Unser Arbeitgeber steht uns zwar bei, weiss aber auch nicht so richtig wer im Recht ist.

Wir hätten gern etwas anders gemacht, fanden jedoch keine besseren Lösungen.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Es geht hier nicht so sehr darum, wer im Recht ist. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Stadt- bzw. Kitaverwaltung sich den Vertragspartner aussuchen. Insoweit kommt es auf das Vertragsverhältnis Ihres Arbeitgebers zur KITA an.

Ich meine, dass Ihr Verhalten der KITA kein außerordentliches Kündigungsrecht gibt, so dass der Vertrag mit Ihrem Arbeitgeber fortbestehen muss. Dabei ist einerseits Ihre persönliche Situation zu berücksichtigen, andererseits das Interesse der KITA. Letzteres ist aber nur ganz gering betroffen.

Sie sollten mit Ihrem Arbeitgeber besprechen, ob Sie die Situation einmal mit der KITA-Verwaltung besprechen. Denn bei genauerer Betrachtung ist Ihr Verhalten sehr gut nachvollziehbar und ein Schaden der KITA nicht ersichtlich.

Gerne können Sie in der Nachfrage das Vertragsverhältnis Ihres Arbeitgebers zu der KITA darstellen, so dass hier rechtliche Erwägungen angestellt werden können.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER