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Darf ich mein Händleraccount bei Amazon vermieten?


22.12.2010 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Guten Tag,

seit einigen Jahren betreibe als nebenverdienst einen Amazon Händleraccount (sellermarket Amazon). Bisher war das ganze ein Nebenverdienst (monatliche Auszahlungen durchschnittlich in Höhe von 200-500 €). Vor einiger Zeit habe ich von einem bekannten Großhändler XY das Angebot erhalten, mein Händleraccount zu vermieten und dafür monatlich eine Umsatzprovision zu erhalten. Das ganze läuft allerdings über meinen Händlernamen und die Rechnungen an die Kunden stellt der Großhändler XY aus. Dieser bekannte Großhändler XY versicherte mir, dass man den Verleih meines Accounts schriftlich festhalten kann und keinerlei juristischen sowie steuerlichen Probleme entstehen würden.

Nun nachdem bereits 1 Monat vergangen ist erwarte ich eine Auszahlung von Amazon in Höhe von 30.000 €, die durch den Großhändler XY generiert wurde. Hab bereits schon meine Hausbank benachrichtigt, dass dieser Betrag einer Kooperationsfirma (Großhändler XY) gehört und ich diesen Betrag sofort weiterleiten werde. Die Bank meinte nur im schlimmsten Fall kann eine spezielle Abteilung der Bank den Herkunft diesen Betrages überprüfen aufgrund von Geldwäschegesetzen. Aber im Regelfall sollte diese Transaktion keine Probleme bereiten meinte die Bank.

Nach Rücksprache mit meinem Steuerberater wurde mir mitgeteilt, dass diese Summe von der Bank aufgrund der Höhe (welche meinen bisher gewohnten Bankkontotransaktionen nicht entspricht) an das Finanzamt weiterleiten wird oder kann. Außerdem bestehe noch die Gefahr, dass früher oder später das Finanzamt davon erfährt und ich in diesem Fall die Steuerlast (Einkommens- und Gewerbesteuer) tragen müsste.

Meine Fragen:
Ist es grundsätzlich möglich einen Händleraccount zu vermieten und hierfür auch einen rechtskräftigen Vertrag aufzusetzen? Wenn ja wie müsste so ein Vertrag aussehen? Könnte ich als Vertriebspartner auftretten?

Ist es wahr, dass ich die komplette Steuerlast tragen muss irgendwann, unabhängig davon ob Großhändler XY diese sowieso beim Finanzamt abführt?

Falls alle Fäden reissen sollten, wie kann ich mich schriftlich oder vertraglich absichern um nicht die Last des Großhändlers XY zu tragen? Mit anderen Worten, wie komme ich aus dieser Angelegenheit ohne einen Schaden zu tragen raus?


Da ich mich sehr in Irre geführt haben lasse, bedauere ich diese Entscheidung und möchte nun das ganze ohne einen Schaden zu nehmen beenden.

Vielen Dank im voraus für die Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragender,

zunächst ist es sehr gefährlich, eine solche Vermietung zu machen, da Sie nicht kontrollieren können, was diese Firma über Ihren Account alles abwickelt (und ggf. Straftaten begeht - z.B. Hehlerware). Es ist schon sehr merkwürdig, wenn die Firma, wenn sie doch so groß ist und alles richtig läuft, nicht selber einen Account eröffnet.

Ihnen muss klar sein, dass Sie, wenn Sie das Geld auszahlen und es kommt zu Widerrufen/Rückgaben durch die Kunden, ersteinmal haften, dies vermutlich sogar bis 30.000 € EUR möglich. Angenommen, Sie zahlen das Geld aus und alle (!) Kunden widerrufen, dann ist das Geld evtl. weg und Sie müssen 30.000 € an die Kunden auszahlen!

Finger weg!

Ihre Bank teilt das zwar nicht dem Finanzamt mit, dass ist nicht richtig, aber letztendlich haben Sie tatsächlich ersteinmal Einnahmen in Höhe von 30.000 €. Die Versteuerung können Sie nur verhindern, wenn Sie eine Rechnung in gleicher Höhe erhalten, die dann Betriebsausgaben darstellt.


Davon einmal abgesehen, dass Ihr Konto wegen Verstosses gegen die Bedingungen gesperrt werden könnte.

Ich würde Ihnen dringend raten vor (!) einer Auszahlung einen Rechtsanwalt einzuschalten und die nächsten Schritte durchzusprechen, da Sie sonst ggf. zweimal auszahlen müssen!

Gerne helfen wir Ihnen im Rahmen einer gesonderten Beratung weiter.

Bis dahin verbleibe ich

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2010 | 15:12

Hallo nochmal,

als Info sollte ich noch erwähnen, dass ich jegliche Abwicklung über mein Händleraccount gut informiert bin. Selbst überwache jeden Abverkauf durch den Großhänlder XY. Jeder Erstattung an den Kunden wird von meinem eigenen Konto abgebucht, das ist richtig. Allerdings halte ich eine Kulanzsumme fest, die solchen Erstattungen /Gutschriften gegenwirken kann.

Also, ist es richtig, dass ich einzig und allein die komplettversteuerung von dieser Summe trage unabhängig ob ich diese Angelegenheit mit dem Großhändler vertraglich festhalte, dass diese die Steuern übernimmt usw.?!

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2010 | 21:31

Dann antworte ich mal plump wie Sie in der Bewertung schreiben: Sie verstossen gegen jegliche Statuten von Amazon!

Dieses Modell ist schlichtweg nicht zulässig, siehe AGBs Amazon!

MFG und Frohes Fest!

FRAGESTELLER 22.12.2010 1,8/5.0
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