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Darf ich die Betreuung meiner Mutter verweigern, obwohl ich der einzige Sohn bin?

| 18.04.2013 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Pflege der Eltern

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 03.06.2008 habe ich endgültig die Muttersohnbeziehung zu meiner leiblichen Mutter beendet, auf Grund der ständigen Vorwürfe, die sie mir gemacht hat, weil ich eine Multiple Sklerose kranke Frau geheiratet habe und mir das vor der Hochzeit bekannt war. Dazu kommt noch, dass ich einen ganz anderen Lebensweg gegangen bin, als meine Eltern für mich vorgesehen hatten. Mein Vater ist vor zwanzig Jahren gestorben und meine leibliche Mutter hat aufgehört mich akzeptieren.
Sie nimmt keine Ratschläge von mir an und für sie bin ich der missratene Sohn.
Meine Mutter hat jetzt eine stark ausgeprägte Demenz, festgestellt von einem
Neurologen am 07.08.2012. Zur Zeit wird diese Frau von Nachbarn betreut, die aber nicht mehr mit ihr zurechtkommen, da zu dieser ausgeprägten Demenz auch noch ein ausgeprägter Altersstarrsinn dazu kommt. Daher haben diese Nachbarn mit mir Kontakt aufgenommen und wollen die Verantwortung auf mich übertragen.

Meine Frage lautet, auf Grund der geschilderten Familienverhältnisse, darf ich als einziger Sohn die Pflege, Betreuung und die Bevollmächtigung verweigern.

Mit freundlichen Grüßen
B.B.


-- Einsatz geändert am 18.04.2013 11:10:00

Sehr geehrter Damen und Herren,

es gibt keine Pflicht aus dem Gesetz die Eltern zu betreuen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2013 | 09:40

Sehr geehrte Frau Rechtanwältin,

wenn diese leibliche Mutter zu irrational handelt, dass selbst
ich nicht mehr mit der gesamten Situation zurecht komme, was
muss ich tun, damit eine Entmündigung angestrebt werden kann.
Ich frage deshalb, weil ich in Ihrer ersten schriftlichen Ausführung diese Möglichkeit vermisst habe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2013 | 10:11

Sehr geehrter Damen und Herren,

Ihr Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Die Folge einer "Entmündigung" ist, dass ein Betreuer für die Person bestellt wrid. Daher sollten Sie beim zuständigen Betreuungsgericht eine Betreuung anregen und der Betreuer entscheidet dann über das weitere Vorgehen bzgl. der betreuten Person. Sie können die Anregung anhand eines Formulars sh. hier: http://www.betreuung-soziales.de/albums/userpics/10002/Betreuung_Vordruck_1.pdf oder formlos vornehmen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht

Ergänzung vom Anwalt 18.04.2013 | 13:23

Sehr geehrter Fragesteller,

ergänzen möchte ich mich meine Antwort dahingehend, dass es im weiteren auch keine Pflicht zur Pflege der Eltern oder anderes gibt.

Sofern die Mutter dann in ein Pflegheim kommt, kann jedoch das Sozialamt oder derjenige der die Kosten übernimmt, sofern das Vermögen und das Einkommen der Mutter nicht ausreicht, im Rahmen des Unterhalts auf Sie zu kommen.

Hier sollten Sie sich auf § 1611 BGB berufen, mit der Begründung und Darlegung des Verhaltens der Mutter und das dadurch Ihre Verpflichtung weggefallen ist.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info

Bewertung des Fragestellers 19.04.2013 | 10:55

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"Über den Begriff Betreuungsgericht bin ich etwas gestolpert,
ich kenne da den Begriff Vormundschaftsgericht."
Stellungnahme vom Anwalt:
Seit dem 01.09.2009 heißen die Vormundschaftsgerichte Betreuungsgerichte.
FRAGESTELLER 19.04.2013 3,8/5,0
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