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Darf ich das 14-tägige Besuchsrecht einführen?

24.11.2010 11:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,
ich habe folgendes Problem:
Ich habe einen knapp 6jährigen Sohn (lebt bei mir) und bin seit 4 Jahren getrennt/geschieden (gemeinsames Sorgerecht) und in einer neuen Beziehung. Mein Exmann und ich haben einen freundschaftlichen Umgang und seit dem ersten Tag eine lockere Besuchsreglung. 2x unter der Woche von ca. 16.00-19.30 und am WE einen oder zwei ganze Tage. Mein Exmann hat in den letzten Jahren eine Freundin, mit der er mehrfach getrennt war und unser Sohn einige unschöne Streitigkeiten mitbekommen hat. Letztendlich wohnen die Beiden nun zusammen mit ihrer Tochter, ebenfalls 6 Jahre alt. Seit ca. 6 Monaten will nun mein Sohn nicht mehr zu seinem Vater. Er fühlt sich oft zurückgesetzt und fühlt sich nicht wohl. Ich überrede ihn mehr oder weniger jedes mal und oft kommt er total enttäuscht zurück. Gespräche mit meinem Exmann über die Probleme wiegelt er alle ab, als "Spinnerei von unsrem Kind" Seit einigen Wochen gebe ich ihn nur noch sporadisch mit, wenn mein Sohn auch möchte. Mein Exmann ist sehr Maßlos, in Bestrafungen, schreit und beschimpft unseren Sohn bei Problemen. Ich möchte nun wissen ob ich das Recht habe das 14-tägige Besuchsrecht einzuführen, oder ob mein Exmann quasi so eine Art Gewohnheitsrecht hat ihn weiterhin in der alten Regelung zu sehen.
Ich möchte meinen Sohn nicht zwingen und denke er braucht mal etwas Abstand um wieder etwas Ruhe in die Situation zu bringen.
Mein Exmann sieht das natürlich nicht so und will ihn auch gegen seinen Willen abholen.
Ich bin wirklich Ratlos.
MfG P.Bey

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Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Fragen ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Eine zwischen den Eltern getroffene Vereinbarung über den Umgang ist für Sie verbeindlich und kann einseitig nicht widerrufen oder geändert werden (OLG Zweibrücken FamRZ 1998, 1465).

Die Bindungswirkung entfällt aber mit einer einvernehmlichen Änderung oder einer entgegenstehenden gerichtlichen Entscheidung.

Da Ihr Exmann nicht einverstanden ist, bliebe Ihnen nur eine gerichtliche Entscheidung.

Eine Änderung ist dabei nur zu erwarten, wenn es dem Kindeswohl entspricht. Bei Kindern bis 10 Jahren wird vom Gericht zu ermitteln versucht, ob die Kontakte das Kind seelisch oder körperlich schädigen oder ob es gelingen kann, einen Widerwillen abzubauen und ein positives Verhältnis herzustellen.

Ist die Prognose negativ, wäre das Umgangsrecht einzuschränken.

Allerdings sehen Sie daraus, dass so eine gewisse "Lustlosigkeit" wohl noch nicht ausreichend für eine Einschränkung der Besuchszeiten ist.

Sie könnten aber versuchen, das Besuchsrecht eigenmächtig einzuschränken, wie sie es offenabr auch bereits getan haben, indem Sie den Sohn dann nicht mitgeben. Geschieht dies über längere Zeit (ca 6 Wochen) könnte daraus eine einvernehmliche Änderung (die ja immer möglich ist) abgeleitet werden.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt


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