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Darf ich Schriftverkehr mit gegn. Versicherung nach Verkehrsunfall veröffentlichen?

| 13.07.2014 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Im Januar dieses Jahres hatte ich einen Verkehrsunfall, bei dem mein auf einem Parkplatz stehendes Fahrzeug beschädigt wurde. Der Gegner ist unstrittig schuld. Inzwischen ist mein Fahrzeug repariert und die Reparatur bezahlt. Bei der Regulierung hat die Versicherung jedoch sehr viel "Sand ins Getriebe gestreut":

1. Fälschlicherweise einen Totalschaden begutachtet (was später auf meinen Widerspruch hin korrigiert wurde.
2. Nutzungsausfall erst auf mehrfaches Nachhaken gezahlt. Beim letzten Nachhaken wurde mir gesagt, daß dies "vermutlich übersehen" wurde.
3. Mich nicht darüber informiert, daß jedem Geschädigten eine Aufwandspauschale von 25 € ohne expliziten Nachweis zusteht. (Dies hat die Versicherung später schriftlich zugegeben, nachdem ich eine weitaus höhere Aufwandsentschädigung gefordert hatte.)

Sicher kann mal ein Fehler passieren. Daß jedoch in einem Regulierungsfall gleich alle Fehler passieren, die geeigent sind, um Kosten zu sparen, wenn der Geschädigte sich nicht wehrt, deutet schon sehr darauf hin daß dies System hat. Da ich dieses Verhalten von Versicherungen sehr ärgerlich finde, würde ich den Fall nun gerne im Internet veröffentlichen, idealerweise mit Name der Versicherung, aber ohne meine persönlichen Daten.

Von einer Antwort erwarte ich mir folgende Informationen:
1. Darf ich die Briefe der gegnerischen Versicherung eingescannt und unverändert veröffentlichen?
a) Falls ja: Darf ich dabei meine persönlichen Daten schwärzen?
b) Falle nein: Darf ich die Inhalte der Schreiben unverändert veröffentlichen ohne Name und Adresse der Versicherung.
2. Die Impressumspflicht ist mir bekannt. Gibt es eine (möglichst kostenlose) Möglichkeit, diese zu umgehen?
3. Welche Gesetzesparagraphen/Gerichtsurteile sind die Grundlagen Ihrer Antwort, d.h. wie kann ich vor Gericht argumentieren, falls ich den Fall gemäß Ihrer Antwort veröffentliche und trotzdem eine Abmahnung von der Versicherung bekomme?
4. Gibt es eine Möglichkeit, eventuelle Abmahngebühren wegzuargumentieren, z.B. "man hätte mir auch eine freundliche E-Mail schreiben können, dann hätte man die Entfernung der Inhalte auch mit weitaus geringerem finanziellen Aufwand erreicht"? Auch hier bitte Gesetzesparagraphen/Gerichtsurteile.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und im Rahmen Ihres finanziellen Einsatzes verbindlich wie folgt beantworten:

ad 1:

Wenn kein überragendes Interesse der Öffentlichkeit an der Veröffentlichung besteht - was hier wohl abzulehnen ist - dürfen Sie den Briefverkehr nicht veröffentlichen.

Eine anonymisierte Veröffentlichung ist möglich - aber der Absender darf nicht zu identifizieren sein.

ad 2:

Wenn Ihre Webseite eine Anbieterkennzeichnung benötigt, können Sie dieser Verpflichtung nicht entgehen.

ad 3:

Wenn durch Ihre Veröffentlichung kein Absender erkennbar ist, kann dieser auch nicht in seinen Rechten verletzt sein.

ad 4:

Wenn Sie zu Recht abgemahnt werden, können Sie sich nicht darauf berufen, eine nette E-Mail hätte es auch getan.

Die Gefahr einer Abmahnung sehe ich aber nicht, wenn Sie den Schriftverkehr anonymisieren, also lediglich den Inhalt, nicht aber die beteiligte Versicherung oder die Unfallbeteiligten namentlich benennen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 13.07.2014 | 20:44

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