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Darf ich Bilder verkaufen, bei dem Gedichte von berühmten Autoren verwendet werden?

30.04.2012 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Als Kalligraphin verwende ich Gedichte (z. B. von Hermann Hesse, Rilke, Ringelnatz....). Natürlich steht der Autor mit auf dem Bild und das Gedicht ist nicht verfälscht. Wie ist es, wenn ich nun dieses Bild verkaufe? Die Preise sind unter 100€.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen.

Urheberrechte unterliegen in Deutschland einer zeitlichen Befristung. So erlischt das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers gemäß § 64 UrhG . Bei anonymen und pseudonymen Werken, bei denen das Datum des Todes des Urhebers also nicht bekannt ist, ist das Erscheinungsfatum, bei Nichtveröffentlichung das Entstehungsdatum maßgeblich.

Solche Werke sind dann gemeinfrei und dürfen ohne Lizenzgebühr verwendet werden.

Andere Werke, für die das Urheberrecht noch nicht erloschen ist, dürfen ohne Zustimmung des Rechtinhabers nicht verwendet werden.

Zu überlegen ist noch, ob eine Nutzung in Form eines Zitats (im Ergebnis wohl eines sogenannten Großzitats) nach 51 UrhG in Betracht kommt. Dabei darf jedoch nicht zu dem Zweck zitiert werden, das zitierte Werk um seiner selbst willen der Allgemeinheit zur Kenntnis zu bringen. Dies wird bei Ihnen vermutlich vorliegen, da eine geistige Auseinandersetzung mit dem Zitat ja nicht stattfindet, sondern das Zitat in einer ansprechenden optischen Form wiedergegeben wird.

Wenn Sie also keine Probleme mit etwaigen Rechteinhabern haben wollen, beschränken Sie sich auf gemeinfreie Werke.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben. Bitte beachten Sie, dass meine Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können. Die Antwort dient lediglich einer ersten überschlägigen rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 30.04.2012 | 18:08

Habe ich es richtig verstanden. Ich muß den Autor um Erlaubis fragen, das Bild/ Werk zu veröffentlichen und verkaufen zu dürfen. Wenn ich diese habe, wie ist das dann mit dem Erlös? Bekommt der Autor einen Prozensatz?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.04.2012 | 18:31

Ja, Sie dürfen nicht ohne weiteres die Gedichte verwenden. Die Vergütung wird erstmal frei verhandelt gemaäß § 32 UrhG . Die müssen Sie mit dem Rechteinhaber vereinbaren. Teilweise gibt es auch Vergütungsregeln, an denen man sich orientieren kann.

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