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Darf er mir einfach den lohn 2 mal kürzen?


| 19.08.2006 09:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



hallo
ich bin als dachdecker tätig und nun seit etwas über 10 jahren in der firma die immer ca 10 mitarbeiter beschäftigt.seit 2 jahren habe ich probleme mit einer steissbeinfistel was heist,ich war 2005 27 wochen krank incl. lohnfortzahlung allerdings nicht am stück sondern in 2 gleichen teilen. nachdem ich dann letztes jahr das erste mal wieder gesundgeschrieben war hat mir mein chef den stundenlohn von 15,55 auf 14,70 gekürzt ohne überhaupt mit mir darüber zu reden oder mich drauf aufmerksam zu machen was ich auch leider erst auf der abrechnung januar 2006 bemerkt habe.ich habe dann ca 2 monate gearbeitet und dann hat sich die wunde erneut entzündet und somit musste ich wieder zum arzt.dann habe ich im januar 2006 wieder mit der arbeit angefangen und mein chef hat mich vor die wahl gestellt entweder ich verzichte auf meinen resturlaub von 11 tagen oder ich verzichte auf meinen arbeitsplatz.ich willigte natürlich ein da mich mein chef immer wieder nieder macht er wird mir meinen arbeitsplatz nicht weiterhin freihalten u.s.wich habe natürlich aufgrund der ersten lohnkürzung auch weniger krankengeld bezogen.dann gings weiter und die wunde musste erneut operiert werden im märz 2006.jetz am 15.8.2006 bin ich offiziell wieder gesund geschrieben und musste auch gleich ins büro wo er mir diesmal mitteilte:das er mir meinen lohn jetzt auf 13,64 kürzt mit der begründung das ich so lange krank war. wenn ich wieder die alte leistung bringen werde würde er mir meinen alten lohn zahlen was er aber schon mal bei der letzten kürzung sagte und es nicht einhalten wird was er auch anmerkte.mein lohn war nie leistungsbezogen und ich habe immer meine arbeit pflichtbewusst und vorausdenkend erledigt.
ich habe nie um den stundenlohn von 15,55 gebeten den hat er mir von ca 5 jahren von sich aus bezahlt weil er mit meiner arbeit immer sehr zufrieden war und jetz soll ich für 13,64 die gleichen arbeiten machen was mich doch etwas zornig macht.er hat zu guter letzt angemerkt das ich doch kündigen soll wenn es mir nicht gefällt da es (angeblich) in seinem ermessen liegt was er mir zahlt.ich habe leider keinen berufsrechtschutz weil wir immer super klar gekommen sind aber jetzt wirtschaftet er mich kontinuierlich finanziell in den ruin damit ich selber kündige und er keine abfindung zahlen muss was er auch in einem persönlichen gespräch hinter den blumen angemerkt hat.ich denke nicht, das ich mir sowas bieten lassen muss und somit halt meine fragen:
1. darf er mir einfach den lohn 2 mal kürzen obwohl ich die gleichen arbeiten erledige wie vorher?
2.kann er mich einfach kündigen wenn ich jetz dagegen vorgehe?
3.kann ichden zuwenig gezahlten lohn und urlaub einklagen?
4.wie stehen meine chancen vorm arbeitsgericht?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die von Ihnen aufgeworfenen Fragen beantworte ich hiermit wie folgt:

Ihr Arbeitgeber ist keinesfalls dazu berechtigt, von sich aus einseitig den urspünglich im Arbeitsvertrag vereinbarten Stundenlohn zu kürzen. Vielmehr bedarf diese Änderung der arbeitsvertraglichen Regelungen einer Vertragsergänzung/-abänderung, welcher Sie zustimmen müssen.

Nach Ihren Schilderungen war keine der beiden Lohnkürzungen gerechtfertigt und könnten von Ihnen vor dem Arbeitsgericht angegriffen und überprüft werden. Ob dieses letztendlich, vor allem zum jetzigen Zeitpunkz, noch erfolgversprechend ist, hängt davon ab, wie Sie auf die Lohnkürzungen reagiert haben. Sollten Sie sich längere Zeit nicht gegen das Verhalten Ihres Arbeitgebers gewehrt und die gekürzten Lohnzahlungen widerspruchslos hingenommen haben, könnte dieses als Anerkenntnis ausgelegt werden.

Die Nachforderung der Lohndifferenz zur ursprünglich vereinbarten Vergütung könnte zum jetzigen Zeitpunkt - unabhängig von einem möglichen Anerkenntnis - darüber hinaus dann scheitern, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine sogenannte Ausschlußklausel enthält, wonach gegenseitige Ansprüche bei unterlassener Geltendmachung innerhalb einer bestimmten Frist verfallen.

Hinsichtlich der 11 Tage Urlaub sieht es leider nicht besser aus. Hierzu haben Sie mitgeteilt, daß Sie Ihrem Arbeitgeber gegenüber bereits ausdrücklich "verzichtet" haben. Ob dieser Verzicht wirksam ist, müßte näher geprüft werden, was mir von hieraus leider nicht möglich ist.

Eine Kündigung kann Ihre Arbeitgeber auf die Geltendmachung Ihrer Rechte jedoch in keinem Fall stützen. Vielmehr bedarf es dafür eines der vom Gesetz vorgesehenen Kündigungsgründe. In Betracht käme in Ihrem Fall wahrscheinlich eine Kündigung wegen erheblicher krankheitsbedingter Fehlzeiten, wenn Sie auch in diesem Jahr mehr als 6 Wochen wegen Problemen mit Ihrem Steissbein ausfallen.

Letztendlich sind aber für eine abschließende Beurteilung der Sach- und Rechtslage sowie der möglichen Erfolgsaussichten einer gerichtlichen Auseinandersetzung die Einsichtnahme in alle Unterlagen und weitere klärende Gespräche notwendig. Ich kann daher nur dazu raten, sich an einen Rechtsbeistand Ihres Vertrauens zu wenden.

Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und verbleibe

mit freundlichem Gruß


Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.08.2006 | 10:14

da ich leider keine ahnung von der ganzen materie habe nun die nachfrage:
ist es sinnvoll "vorm" arbeitsgericht einen rechtsbeistand hinzu zu ziehen?denn ich gehe davon aus,das wenn es soweit kommt, er mir das leben echt schwer macht wenn ja, wo liegen ungefähr die kosten dafür?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.08.2006 | 10:33

Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen ist es für den Laien immer sinnvoll, einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen, um Rechtsnachteile zu vermeiden.

Im Arbeitsgerichtsprozess I. Instanz ist jedoch zu beachten, dass in jedem Fall - also unabhängig vom Erfolg der Rechtsverfolgung - jede Partei ihre anwaltlichen Kosten selbst zu tragen hat. Hier lohnt in jedem Fall eine Rechtsschutzversicherung.

Die zu erwartenden Kosten richten sich nach dem Streitwert. Dieser wiederum errechnet sich aus dem dreifachen Monatsbruttolohn bei Angriff einer Kündigung bzw. zusätzlich aus dem Wert der geltend zu machenden Restzahlungsansprüche.

Eine genaue Berechnung kann ich leider mangels entsprechender Kenntnis aller Umstände von hier aus nicht durchführen. Sie können jedoch dadurch Kosten sparen, indem Sie die anwaltliche Mithilfe auf eine außergerichtliche Beratung beschränken. Hier kann der Rechtsbeistand alle Aspekte Ihres Falles mit Ihnen besprechen, Tips zur weiteren Vorgehensweise erteilen und auch die zu erwartenden Kosten berechnen. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie von dem jeweiligen Anwalt vor Gericht weitervertreten werden wollen.

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