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Darf die Labor das Geld nachhinain von mir verlangen?


| 19.06.2005 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Folgender Fall:
ich bin bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich bin zum Arzt gegangen, um mich untersuchen zu lassen, ob ich was angesteckt habe nach einem Kontakt mit einer Frau. Der Arzt hat zwecks AIDS-Test Blut abgenommen und zur Med. Labor geschickt, ohne mir zu sagen, dass die Blutuntersuchung wird nicht von der Krankenkasse gedeckt und für mich kostenpflichtig ist. Wenn ich das gewusst hätte, hätte den Test nicht machen lassen.

Nach ungefähr halbes Jahr hat die Labor 17,49 EUR mir in Rechnung gestellt und klagt mich jetzt wegen Nichtzahlung. Der Arzt sagt (lügt), dass er mich über die Kosten aufgeklärt hat.

Ich habe folgende Fragen:

1. Darf die Labor an mich wenden, oder soll sie das Geld von dem Arzt verlangen? Ich habe ja die Labor nicht direkt beauftragt.
2. Darf der Arzt als Zeuge auftreten?
3. Wie Kann ich dieses Problem umgehen? wie stehen meine Chancen vor Gericht?

Bitte, auf entsprechende Paragraphen im Gesetz hinweisen.

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Guten Abend,

das ist natürlich eine mißliche Erfahrung.

Grundsätzlich darf das Labor von Ihnen für den Test die Bezahlung verlangen, wenn der Arzt von Ihnen für die Fremdvergabe der Laborarbeiten bevollmächtigt war. Da er dies nicht nach Ihren Angaben nicht war, besteht gegen Sie kein Anspruch.

Bedenken Sie aber bitte, daß der Arzt als Zeuge in einem Prozeß zwischen Ihnen und dem Labor aussagen kann. Sie können sich vorstellen, daß der Arzt an seiner Behauptung, er habe Sie auf die Fremdvergabe hingewiesen und Sie seien damit einverstanden gewesen, festhalten wird.

Bei einer derartigen Situation verlieren Sie den Prozeß, da das Labor, sei es auch aufgrund einer Falschaussage den Arzt als Zeugen zur Seite hat. Die Kosten, die hierdurch entstehen, werden etwa das zehnfache des jetzt im Streit befindlichen Betrag ausmachen.

Ich kann Ihnen deshalb eigentlich nur raten, in den sauren Apfel zu beißen und den Betrag an das Labor zu zahlen. Ich fürchte, daß ein Gerichtsverfahren mit erheblich höheren Kosten für Sie enden wird -so ärgerlich dies auch ist.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.06.2005 | 19:05

Guten Abend Herr weiß,

wie ich es richtig verstehe, kann ein Arzt sehr oft eine Bevollmächtigung der Fremdvergabe der Laborarbeiten behaupten. Sogar jemand A kann behaupten, dass ich für B einen Auftrag gegeben habe, B kann mich anklagen, A kann als Zeuge aussagen und mich zur Zahlung zwingen. Und das beliebig oft tun.

Gibt kein Schutz von so was?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2005 | 13:42

Guten Tag,

den einzigen Schutz, den Sie haben, ist, daß der Zeuge natürlich vor Gericht die Wahrheit sagen muß. Anwaltliche Praxis ist aber leider, daß immer wieder Zeugen gerade falsche Aussagen tätigen.

Es tut mir leid, wenn ich Ihnen nicht positiveres mitteilen kann,

Michael Weiß

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