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Darf der Vermieter nach Kündigung ohne Ankündigung das Türschloss der Wohnung auswechseln?

04.01.2008 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Mein Sohn bekam seine Wohnung zum Ende Dezember ohne Angabe von Gründen gekündigt, worauf er nicht reagiert hat.
Gestern hat sein Vermieter ( mein Sohn war in der Wohnung und "schlief",nach der Nachtschicht) das Schloss aufgebohrt und ausgewechselt. Ohne Bescheid zu sagen, zu klingeln oder Schlüssel zu hinterlassen. Ebenso hat er in Teilen der Wohnung den Strom abgestellt.
Ist der vermieter zu solchen Aktionen berechtigt, wie ist eine rechtlich richtige Vorgehensweise/Reaktion meines Sohnes darauf ( der geplant hat, Mitte Jan. auszuziehen)
Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Ob eine ordnungsgemäße Kündigung vorlage, kann ich an dieser Stelle nicht prüfen. Generell gilt jedoch:

Nach ordentlicher Beendigung des Mietverhältnisses Ende Dezember hätte Ihr Sohn die Wohnung ordnungsgemäß zurückgeben müssen. Rückgabe bedeutet, die Wohnung zu räumen, ggf. zu renovieren (Schäden beseitigen), besenrein fegen und die Schlüssel aushändigen. Da Ihr Sohn dem nicht nachgekommen ist, befindet er sich somit in Verzug. Er muss womöglich mit weiteren Schadenersatzforderungen des Vermieters rechnen wegen Vorenthaltung der Mietsache u.a.

Allerdings ist der Vermieter nicht berechtigt, "Selbsthilfe" auszuüben. Dadurch dass er Ihren Sohn in der Wohnung womöglich sogar vorsätzlich eingeschlossen hat, könnte er sich eventuell der Freiheitsberaubung strafbar gemacht haben. Ihr Sohn kann insoweit Strafanzeige erstatten. Darüber hinaus hat der Vermieter Ihrem Sohn auch weiterhin den Zugang zur Wohnung zu ermöglichen. Möchte er ihn zwangsweise aus der Wohnung "entfernen", so müsste er eine Räumungsklage erheben.

Sie sollten sich insoweit mit dem Vermieter verständigen und ihn auffordern, Ihrem Sohn trotz Verzugs den uneingeschränkten Zugang zur Wohnung und Gewährleistung der Stromzufuhr zu ermöglichen. Im Gegenzug sollten Sie auf jeden Fall die Miete für diesen Monat noch bezahlen. Ansonsten drohen gerichtliche Maßnahmen. Ob Ihr Sohn eine Strafanzeige stellt, bleibt ihm insoweit freigestellt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Bitte nutzen Sie eventuell auch die kostenlose Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass sich bei Hinzufügen weiterer Tatsachen unter Umständen eine andere Rechtsfolge ergibt.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

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