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Darf der Arbeitgeber eine Änderung des Arbeitsvertrages vornehmen?

27.04.2009 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich arbeite als Verkäufer für einen Importeur. Mein Gehalt besteht aus einem Fixum in Höhe von 4.000 Euro pro Monat und bei Erreichung bestimmter Umsatz-Ziele einer einmaligen Zahlung von 10.000 Euro.
Nun spielt mein Arbeitgeber mit dem Gedanken, dieses Fixum herunterzusetzen auf 2.500 Euro pro Monat und dafür die Provision zu erhöhen.
Meine erste Frage ist, darf er das ?
Zum anderen habe ich bereits gerechnet, dass ich als freier Handelsvertreter deutlich mehr als heute verdienen würde. Halten Sie es für ratsam, meinem Arbeitgeber diesen Gegenvorschlag zu unterbreiten (er würde ja dann die Lohnnebenkosten sparen)
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zu Ihrer ersten Frage: Der Arbeitgeber darf nicht eigenmächtig den Arbeitsvertrag einseitig ändern. Er kann also nicht ohne Ihre Zustimmung die vertraglich vereinbarten Zahlungsmodalitäten ändern. Der Vertrag kann aber jederzeit mit Ihrer Zustimmung zu einer neuen Regelung abgeändert werden. Keinesfalls sollten Sie aber ohne Widerspruch nach einer solchen neuen Regelung arbeiten, da auch eine stillschweigende Änderung des Arbeitsvertrages in Betracht kommt. Wenn Ihr Arbeitgeber also eine solche Regelung durchsetzen will, sollten Sie schriftlich widersprechen.

Zu Ihrer zweiten Frage: Den Vorschlag können Sie Ihrem Arbeitgeber natürlich unterbreiten. Sollte er nicht begeistert davon sein, ändert dies auch noch nichts an Ihrem bestehenden Vertrag. Es ist also hier alles verhandelbar. Wenn der Arbeitgeber darin einen Vorteil für sich sieht, wird er Ihren Argumenten sicherlich zugänglich sein. Andererseits müssen Sie natürlich bedenken, dass die Selbständigkeit mehr Risiken birgt (keine soziale Absicherung mehr wie z.B. Kündigungsschutz, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc.). Darüber hinaus müssen Sie aufpassen, nicht als Scheinselbständer zu gelten, wenn Sie z.B. trotz Selbständigkeit nur für den bisherigen Arbeitgeber aktiv werden und eventuell sogar noch weisungsabhängig sind. Sie sollten also zunächst für sich selbst die Risiken abschätzen und mit dem möglicherweise zu erwartenden Mehreinkommen abwägen; anschließend sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihrem bisherigen Arbeitgeber diese Idee „schmackhaft“ machen können. In jedem Fall kann der Vorschlag nicht schaden, da auch bei Ablehnung der bisherige Arbeitsvertrag bestehen bleibt.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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