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Darf Hausverwalter Provision verlangen??


16.12.2006 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrtes Rechts-Team,

Wir sind ein junges Paar, das bald Nachwuchs erwartet. Mein Freund und ich sind im Oktober deshalb in eine neue Wohnung gezogen. Der Hausverwalter hat unserer Vermieterin (eine ältere Dame)angeboten, sich um die Nachmietersuche zu kümmern.
Als wir nun zugesagt haben, verlangte der Hausverwalter eine Maklergebühr von 630€, die wir natürlich bezahlt haben. Im Nachhinein sind wir uns aber nicht sicher, ob es rechtens war und fragen uns natürlich nun, ob ein Hausverwalter für sein eigenes Objekt eine Maklergebühr/ Provision überhaupt nehmen darf?? Wir "schwimmen" leider nicht im Geld...
Wir haben gehört, dass Hausverwalter eigentlich immer einen Makler beauftragen und das nicht selbst machen.

Welches Recht haben wir? Können/ dürfen wir den Betrag zurückverlangen? Wenn ja, wie??

Wäre nett, wenn uns jemand helfen könnte.

Freundliche Grüße,
Sehr geehrte Fragestellerin,

Auskunft gibt das Wohnungsvermittlungsgesetz.

Hier ist folgendes geregelt (Rechtsstand: 1.12.2006 ):


§ 2 [1] [Anspruch auf Entgelt]
(1) Ein Anspruch auf Entgelt für die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluß von Mietverträgen über Wohnräume steht dem Wohnungsvermittler nur zu, wenn infolge seiner Vermittlung oder infolge seines Nachweises ein Mietvertrag zustande kommt.

(2) Ein Anspruch nach Absatz 1 steht dem Wohnungsvermittler nicht zu, wenn

(...)

2. der Mietvertrag über Wohnräume abgeschlossen wird, deren Eigentümer, Verwalter, Mieter oder Vermieter der Wohnungsvermittler ist, oder


(...)

(4) Vorschüsse dürfen nicht gefordert, vereinbart oder angenommen werden.

(5) Eine abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

und Paragraph 5 regelt die Rückforderung:

§ 5 Rückforderung von Leistungen
(1) Soweit an den Wohnungsvermittler ein ihm nach diesem Gesetz nicht zustehendes Entgelt, eine Vergütung anderer Art, eine Auslagenerstattung, ein Vorschuß oder eine Vertragsstrafe, die den in § 4 genannten Satz übersteigt, geleistet worden ist, kann die Leistung nach den allgemeinen Vorschriften des bürgerlichen Rechts zurückgefordert werden; die Vorschrift des § 817 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist nicht anzuwenden.

Unabhängig davon fordert § 34 c der Gewerbeordnung: Wer gewerbsmäßig 1. den Abschluß von Verträgen über a) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume, Wohnräume oder Darlehen,

a) (...) Wohnräume (...),

(...)vermitteln (...)

will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.

Ob eine solche vorliegt, haben Sie nicht mitgeteilt.

Senden Sie uns die Unterlagen (Rechnung, Anschrift des "Maklers") zu und wir fordern die Gegenseite umgehend auf, Ihnen den Betrag zurück zu erstatten.

Mit freundlichem Gruß

Henrik Momberger

www.gruemo.de

Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2006 | 16:07

Sehr geehrter Herr Momberger,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Also darf unser Hausverwalter demnach keine Provision verlangen (§2, Abs.2, Satz 2). In der Rechnung, die wir bekommen haben, steht zudem die Klausel:
"Der Mietinteressent wurde (...) informiert, dass Herr (...) die Hausverwaltung im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes (Gemeinschaftseigentum) für die Wohnanlage tätigt. Herr (...)ist jedoch nicht Mietverwalter (...)"

Gerne schicken wir Ihnen die benötigten Unterlagen zu. Bitte senden Sie mir dazu Ihre Adresse.
Welche Kosten kämen dann noch auf uns zu, wenn Sie in dieser Sache weiter agieren?


Freundliche Grüße,

Ergänzung vom Anwalt 16.12.2006 | 16:35

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

die Ksoten belaufen sich auf 117,62 EUR. Wir werden die Kosten unserer Inanspruchnahme der Gegenseite aufgeben.

Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de
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