Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Dachrinne nutzen für Regenwasser


| 01.05.2007 12:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Frage:
Darf ein Miteigentümer in einem 5 Fam. Haus ohne Zustimmung aller anderen Eigentümer die Gem. Dachrinnen verändern, damit er evtl. das Regenwasser nutzen kann.(Bauliche Veränderung ) Das Problem ist ( wird sein ), dass vermutlich die anderen 4 dafür sind nur wir dagegen weil, 1. das Fass oder die Tonnen direkt neben unseren Kellerfenster steht und somit Licht wegnimmt
2. wenn das Fass überläuft haben wir das Wasser im Keller!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Bei der Veränderung der Dachrinne handelt es sich um eine bauliche Veränderung im Sinne des § 22 WEG. Dies bedeutet es handelt sich nicht um eine notwendige ordnungsgemäße Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums. Somit kommt auch die Regelung nach § 21 Abs. 3 WEG nicht zur Anwendung, wonach die Zustimmung durch Stimmenmehrheit erteilt werden kann.
Vorliegend müssen nach § 22 Abs. 1 WEG alle Eigentümer der geplanten Veränderung zustimmen. Folglich haben Sie gegen die Maßnahme grundsätzlich ein Vetorecht.

Ein solches liegt nach § 21 Abs. 1 S. 2 WEG dann jedoch nicht vor, wenn Ihre Rechte durch die bauliche Veränderung nicht über das in § 14 WEG bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden.

Vorliegend kann man hier davon ausgehen, dass der Schattenwurf durch die geplante Tonne wohl eher einen leichten Eingriff darstellt und daher unter Umständen noch zu dulden ist. Jedoch stellt die Gefahr, dass das Fass überläuft und dann Ihr Kellerraum überschwemmt wird definitiv eine nicht mehr zu duldende Gefahr dar. Diese Gefahr geht über die in § 14 Abs. 3 WEG beschriebene Grenze der Zumutbarkeit hinaus.

Somit darf die geplante Baumaßnahme nicht gegen Ihren Willen durchgeführt werden. Sollte dies dennoch erfolgen stünde Ihnen ein Beseitigungsanspruch zu, der nicht von den anderen Miteigentümern abhängig wäre.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.


Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Perfekte Aussage. Vielen Dank hat mir sehr geholfen! "