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Dachdeckerrechnung enthält Mehrkosten, die aber Zimmerer verursacht hat

30.07.2015 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ausgangssituation:
Es wurde bei unserem Mehrfamilienhaus ein Dachausbau vorgenommen, mit Gaube.
Dachdecker A wurde damit beauftragt (da das Angebot ansprechend war), und dieser hat uns aber für die Gaube den Zimmerer B vermittelt. (Dachdecker A sagte, er macht keine Gauben und arbeitet dafür mit dem Zimmerer B zusammen).
Und Dachdecker arbeitet immer mit dem Zimmerer zusammen, sind aber zwei getrennte Unternehmen. Die beiden sprachen sich dann mit den Terminen genau ab wann und wie sie es machen, da sie ja schon lange zusammen arbeiten.

Also zwei Angebote erhalten.
Dachdecker A, Zimmerer B. Gesamtbetrag sehr gut. Es musste ein Bauantrag gestellt werden mit Plan, dieser wurde aber ohne Probleme genehmigt von Stadt/Landkreis.

Nun zum eigentlichen Fall:
Bei der Ausführung der Arbeiten rief der Dachdecker an, dass die Schräge der Gaube zu gering für die Dachziegel sei (also nicht das eigentliche Dach, sondern auf der neu erstellten Gaube) und das deshalb jetzt auf der Gaube keine Ziegel verlegt werden kann sondern ein teureres Blechdach montiert werden muss. Der Dachdecker sagte, hätte er den Plan gesehen, hätte er sofort den zu geringen Winkel der Gaube beanstandet.
Jetzt entstanden Mehrkosten in Höhe von ca. 2000 Euro entgegen dem Angebot. In diesem waren eben Ziegel vorgesehen und kein Blechdach auf der Gaube.

Der Betrag wurde bereits überwiesen, aber dennoch die Frage:

1. Muss ich wirklich dafür aufkommen, wenn die beiden Unternehmen dann trotzdem nicht miteinander sprechen wie genau die technische Ausführung ist?
2. Hätte der Dachdecker nicht den Plan vom Zimmerer anfordern müssen um sicherzustellen, dass alles glatt und nach absprache läuft?
3. Hätte der Zimmerer den plan mit dem Dachdecker absprechen müssen, sind dann sogar beide greifbar wegen den Mehrkosten?

Ich bin eben Laie und kenne mich mit den Baurechtlichen Normen nicht aus, welche Winkel etc. eingehalten werden müssen, dafür habe ich ja die Profis dachte ich.

PS. Rechnung vom Zimmerer B war nach Plan ohne Mehrkosten wie vereinbart.
Nur Dachdecker A verlangte mehr. Die Rechnung vom Zimmerer B war nicht in der vom Dachdecker A enthalten. Bekam zwei getrennte Rechnungen von zwei (rechtlich gesehen) getrennten Unternehmen.

Ich danke Ihnen bereits im Voraus! Für eine Antwort wäre ich sehr sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach ihren Angaben haben Sie 2 Angebote erhalten, und somit 2 Verträge vergeben. Grundsätzlich haftet jeder Vertragspartner nur fur sein eigenes Werk. Es sei denn, einer der beiden war als Subunternehmer tätig. Die Empfehlung alleine genügt nicht.

Das Angebot des Zimmerers war hier nicht richtig. Dabei handelt es sich um eine vorvertragliche bzw.Nebenvertragspflichtverletzung. Die Frage ist, ob Ihnen ein Schaden entstanden ist. War die Durchführung sowieso nur mit Blechdach möglich, haben Sie grundsätzlich dann keinen Schaden, wenn Sie sich von vornherein für diese Variante hätten entscheiden müssen. Anders, wenn ein anderer dies billiger gemacht hätte, was im Einzelfall zu prüfen ist. Ein Verschulden sehe ich nur beim Zimmerer; jedoch fehlt der Schaden und damit der Schadenersatzanspruch dann, wenn Sie von vornherein das Blechdach hätten wählen müssen.Anders, wenn es wohlmöglich wirtschaftlich andere optionen gab.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 20.08.2015 | 17:51

Ich möchte Ihnen danken aber trotzdem einmal Nachfragen:
Mit dem Dachdecker wurde ein Ziegeldach ausgemacht, aber trotzdem ist der Zimmerer Schuld? Hätte dann etwa der Zimmerer wegen der Art seiner Ausführung mit dem geringen Winkel den Dachdecker informieren müssen, dem Dachdecker den Bauplan zeigen müssen?
Wir haben im Vorfeld kein Blechdach ausgemacht, dass ist eben wegen dem Winkel raus gekommen (allerdings eben teurer als Ziegeldach) das wir das Blechdach brauchen anstatt das Ziegeldach.
Die Mehrkosten habe ich dem Dachdecker überwiesen nicht dem Zimmerer, kann ich dann trotzdem die Mehrkosten beim Zimmerer zurückverlangen ?
Ein Schaden ist in dem Sinne entstanden, dass ich Mehrkosten hatte?!
Was soll ich jetzt tun, beide anschreiben und um Kulanz bitten oder gleich mit rechtlichen Schritten drohen?

Vielen Dank Ihnen nochmal, wir sind leider etwas verzweifelt und fühlen uns über den Tisch gezogen!

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.08.2015 | 11:07

Fraglich ist nach wie vor, an wen Sie welchen vertrag vergeben haben. Sollte der Dachdekcer sich um aller kümmern, ist die Frage, wer für den zu geringen Winkel veranwtortlich ist. Nach Ihrer Beschreibung ist nur der Winkeln schuld an den Mehrkosten. Hätten Sie die Bauten aber unbeschadet des Winkels so bauen lassen, wäre das Ziegeldach nicht in Frage gekommen. Daher müsste man auch prüfen, ob hierüber mit den Auftragnehmern in irgendeiner Weise geredet worden ist. Wenn ein ziegeldach ausgemacht wurde, müssen die Verhältnisse so geschaffen werden, dass dieses durchführbar ist. Anhand der Beschreibung ist es etwas undurchsichtig, mit wem was vereinbart worden ist.

Ich kann Ihnen daher am besten anbieten, mich einmal per Mail aufzusuchen, um das Anliegen kurz am Telefon zu erörtern.

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