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Dachdecker kommt nicht


19.09.2007 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Ich habe mit einem Dachdecker (Einzelunternehmen/keine GmbH) in NRW einen fest terminierten Arbeitsbeginn für die komplette Neueindeckung meines privaten Einfamilienhaus vereinbart.
Der Termin ist verstrichen, telefonisch kann ich den Mann nicht erreichen.
Meiner Einschätzung nach, hat er sich seit der schriftlichen Auftragsvergabe und Annahme (nach VOB), in Schwierigkeiten gebracht.
Das neue Dach ist Vorraussetzung für den geplanten Innenausbau mit anderen Handwerkern und die geplante Nutzung der Wohnfläche ab 01.01.2008.

-Ich möchte das Dach gedeckt haben, kann aber keine mögliche Kostenerhöhung durch Vergabe an andere Firmen übernehmen.
Was kann/muß ich jetzt tun?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gem. § 5 Abs. 4 VOB/B gilt:
Verzögert der Auftragnehmer den Beginn der Ausführung, gerät er mit der Vollendung in Verzug, oder kommt er der in Nummer 3 erwähnten Verpflichtung nicht nach, so kann der Auftraggeber bei Aufrechterhaltung des Vertrages Schadensersatz nach § 6 Nr. 6 verlangen oder dem Auftragnehmer eine angemessene Frist zur Vertragserfüllung setzen und erklären, dass er ihm nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Auftrag entziehe (§ 8 Nr. 3).

Sie sollten dementsprechend dem Dachdecker schriftlich eine angemessene Frist zur Vertragserfüllung setzen (14 Tage reichen regelmäßig) und den Auftragsentzug androhen. Beginnt der Dachdecker nicht mit den Arbeiten, können Sie nach Ablauf der Frist durch weitere schriftliche Erklärung den Auftrag entziehen und einen anderen Dachdecker beauftragen. Etwaige Mehrkosten durch den neuen Auftragnehmer können Sie dem Dachdecker nach Maßgabe des § 8 Abs. 3 VOB/B als Schadensersatz verlangen.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2007 | 11:18

Vielen Dank für Ihre Antwort, sie deckt sich soweit mit meiner "laienhaften Interpretation" der VOB.
Der Dachdecker hat 4 Tage nach dem vereinbartem Ausführungsbeginn Material geliefert aber nicht mit
der Arbeit begonnen.
Wie kann ich jetzt nach §6, Abs. 6, den Vorsatz oder die Fahrlässigkeit des Dachdeckers nachweisen und was muß ich jetzt tun, damit ich später meinen pers. erlittenen Schaden (Gewinnausfall einer Handelsvertretung)rechtlich sicher nachweisen kann. Danke für Ihre Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2007 | 11:19

Derartige Ansprüche sind erfahrungsgemäß schwierig durchzusetzen und nachzuweisen. Die Beweisführung läßt sich ohne genaue Kenntnis des Sachverhaltes nicht ohne weiteres in einigen Sätzen zusammenfassen, sondern muss zwingend an den Umständen des Einzelfalles erarbeitet werden. Sie sollten sich daher der Hilfe eines Rechtsanwaltes bei der weiteren Auseinandersetzung bedienen.

Mit freundlichem Gruß

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