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DSGVO und Supportanfragen per Email/Ticketsystem

| 27.05.2018 20:15 |
Preis: 48,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Muss für Supportanfragen, die durch Kunden per Email oder mittels Ticketsystem einer Standardsoftware direkt an den Hersteller gestellt werden, ein Auftragsverarbeitungs-Vertrag geschlossen werden?

Die Frage zielt darauf hin, dass z.B. ein Kunde einen Ausdruck als Anhang mailt, in dem sich gedruckte Personendaten befinden, die mit der Software erfasst wurden.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu klären ist, ob es sich um eine Auftragsdatenverarbeitung handelt. Diese ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von personenbezogenen Daten durch einen Auftragnehmer gemäß den Weisungen der verantwortlichen Stelle (Auftraggeber).

Keine Auftragsdatenverarbeitung liegt bei einer sogenannten Funktionsübertragung vor. Diese nimmt man an, wenn keine Weisungsgebundenheit gegeben ist.

Momentan sieht es daher eher so aus, also ob dies bei Ihnen nicht der Fall ist. Dies muss aber genau vor Ort geprüft werden.

Auf Grund der fehlenden juristischen Erfahrung mit der DSGVO sollte sicherheitshalber aber vorsorglich ein Vertrag geschlossen werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2018 | 21:06

Eine Auftragsverarbeitung liegt nicht vor, es kann im Prinzip jeder eine Frage zu der Software stellen, auch nicht-Kunden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
D.h. es reicht dann wohl aus, Fragesteller darauf hinzuweisen, dass Sie nicht versehentlich Personendaten übermitteln, die mit der Software erfasst wurden, bzw. diese ansonsten vorher zu anonymisieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2018 | 21:10

Davon muss man derzeit dann wohl ausgehen.

Allerdings ist im Hinblick auf die konkrete Abwicklung und die noch ungeklärten Rechtsfragen immer eine verbleibende Unsicherheit.

Bewertung des Fragestellers 27.05.2018 | 21:17

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