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DRINGEND ! Arbeitsrecht UND Insolvenzrecht: schnelle Beendung des Arbeitsverhältnises

20.02.2008 20:08 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren

Meine Frage bezieht sich hauptsächlich auf das Arbeitsrecht, es muss aber bitte unbedingt auch das private Insolvenrecht berücksichtigt werden.

Problem :

Meine Frau ist seit dem 01.02.08 bei einem Call-Center beschäftigt. Gemäß Arbeitsvertrag sind die ersten sechs Monate als Probezeit vereinbart. Im Anschluß wird das Arbeitsverhältnis unbefristet fortgesetzt.
Aufgrund der Arbeitsbedingungen und anderer Gründe, möchte meine Frau nun diese Arbeitsstelle kündigen. Hinzu kommt, dass sie ein besser bezahlten Arbeitsplatz angeboten bekommen hat (natürlich auf eigene Bemühungen hin).
Die Kündigungsfrist beträgt nach den mir bekannten gesetzlichen Regelungen 2 Wochen. Im Arbeitsvertrag lautet die Klausel genau :

" Die ersten 6 Monate gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis im Rahmen der gesetzlichen Fristen gekündigt werden. Das Recht der Parteien zur ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung bleiben hiervon unberührt"

Meine Frau soll den neuen Job bereits am morgigen Tage, also am 21.02.08, antreten. Dies steht nun im Konflikt zu der mir bekannten Kündigungsfrist von 2 Wochen.
Nun hat meine Frau eben ihren Chef angerufen und um einen Aufhebungsvertrag mit sofortiger Wirkung gebeten. Dem stimmte der Chef NICHT zu.
Nun besteht die Möglichkeit, sich für die Zeit der Kündigungsfrist krankschreiben zu lassen.
Eine weitere Möglichkeit wäre, sich gar nicht krank zu melden und einfach nicht zur Arbeit zu erscheinen, um so eine fristlose Kündigung zu erwirken.

Fragen :

1. Sind arbeitsrechtliche Konsequenzen zu erwarten, wenn meine Frau sich nun krank meldet, nachdem sie ihren Chef telefonisch um einen Aufhebungsvertrag bat ?????

2. Sind Konsequenzen zu erwarten, wenn sie sich gar nicht bei ihrem Chef meldet, um eine fristlose Kündigung zu erwirken ?????

3. Sind Konsequenzen zu erwarten, wenn sie in einem der o.a. Fälle bereits bei einem neuen Arbeitgeben anfängt ?????

4. Welche Konsquenzen sind bei einer Bejahung zu erwarten ??????

5. Meine Frau befindet sich in einer Verbraucherinsolvenz. Sind hier ggf. bei den o.a. Möglichkeiten Konsquenzen durch den Treuhänder zu erwarten ????? (Bei allen Arbeitsstellen kommt sie NICHT über 990,- € netto)

6. Können Sie eine Lösung anbieten, bei der meiner Frau der Arbeitswechsel sofort möglich ist ??????

P.S. Die Variante 2 wurde von dem "neuen" Chef "empfohlen".

Ich weiß, dass es sich hier um viele Fragen handelt. Ich bitte Sie aber bei meinem angegebenen Einsatz zu berücksichtigen, dass wir uns in einem Verbraucherinsolvenzverfahren befinden.

Für Ihre Aufmerksamkeit bedanken wir uns im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
T.M.

Ich beantworte die Fragen auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Da ein Grund für eine fristlose Kündigung nicht gegeben ist, muss Ihre Frau die gesetzliche Frist von 2 Wochen einhalten.

Egal, welche der drei Möglichkeiten Sie wählen, es sind arbeitsrechtliche Konsequenzen zu befürchten, die nicht nur in einer fristlosen Kündigung bestehen können, sondern auch in der Geltendmachung von Schadensersatz. Ob der jetzige Arbeitgeber tatsächlich zu diesem Schritt greift, vermag hier niemand vorherzusagen, möglich ist es aber. Es würde dann ggf. ein Zahlungsanspruch gegen Ihre Frau entstehen.

Solche von ihr provozierten Schadensersatzansprüche wäre neue, vermeidbare Verbindlichkeiten, die Auswirkungen im laufenden Insolvenzverfahren haben können, u.U. sogar die Restschuldbefreiung gefährden können.

Eine Lösung für einen sofortigen Arbeitsplatzwechsel ohne Risiko sehe ich bei dem geschilderten Sachverhalt nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 20.02.2008 | 20:48

Vielen Dank für die rasche und klare Antwort.
Allerdings möchte ich dennoch eine kleine Nachfrage stellen.

Bei einer vorgelegten Krankschreibung (original vom Arzt), dürfte der Chef zwar den Gedanken haben, dass dies aufgrund der angestrebten Kündigung erfolgte, jedoch wird er damit keine Chancen bei einem Schadensersatzprozeß haben ???

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Sie sollen das weder Gut heißen noch befürworten. Aber unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass ich in Ihre Kanzlei komme mit dem gesamten Problem und nun ihre Hilfe zum Abwenden der Klage bräuchte.
Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.02.2008 | 22:52

Wenn Ihre Frau offiziell krank geschrieben ist, darf sie auch nicht für einen anderen Arbeitgeber arbeiten.

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