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DHL zahlt Nachnahmebetrag nicht aus


08.05.2006 12:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Ich habe im Oktober letzten Jahres eine Sendung mit 900.- Euro Nachnahme über die DHL in die Schweiz geschickt. Die Sendung wurde zugestellt.

Bis heute hat die DHL den Nachnahmebetrag nicht ausgezahlt. Trotz mehrerer schriftlicher Mahnung und Anrufe erhlalte ich von der DHL keine Reaktion und kein Geld.

Ich kann auch die DHL nicht direkt erreichen, da nur die Nummer und Adresse eines Call Centers angegeben wird.

Was kann ich als nächstes machen, bzw. wie leite ich ein gerichtliches Mahnverfahren ein?
Sehr geehrter Ratsuchender ich möchte mich für Ihre Anfrage bedanken und diese auf Grund Ihrer Angaben unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Leider sind Sie kein Einzelfall, der Probleme nicht ausgezahlter Nachnahmebeträge hat.

Da die Sendung nach Ihren Angaben zugestellt wurde und somit auch bezahlt, haben Sie einen Anspruch auf die Auszahlung Ihres Geldes.

Nach dem geschilderten Vorgehen sehe auch ich neben einem anwaltlichen Schreiben den Mahnbescheid als die richtige Vorgehensweise gegen DHL.

Der Ablauf ist folgender:
Sie besorgen sich im Schreibwarenladen einen Antrag auf Erlaß eines Mahnbescheids.
Diesen füllen Sie aus und übersenden diesen an das für Sie zuständige Amtsgericht. Zuständig ist das Amtsgericht bei dem Sie Ihren allgemeinen Gerichtsstand haben. Für manche Gerichtsbezirke gibt es aber auch ein zentrales Mahngericht.
Leider kann ich Ihnen hier nicht beantworten, welches für Sie zuständig ist, denn Ihre Adresse erhalte ich erst, wenn ich die Frage beantwortet habe. Aber Sie können bei Ihrem Amtsgericht anrufen und erhalten dort Auskunft über das zuständige Mahngericht.

Daraufhin wird ein Mahnbescheid erlassen und dem Schuldner zugestellt.
Er kann dann die Forderung zahlen oder der Forderung innerhalb einer festgesetzten Frist widersprechen. Widerspricht der Schuldner, so kommt es zu einem streitigen Verfahren.

Widerspricht er nicht oder nicht rechtzeitig, so können Sie auf Grundlage des Mahnbescheids den Erlaß eines Vollstreckungsbescheids beantragen und mittels eines Gerichtsvollziehers die Forderung eintreiben.

Die Kosten für den Mahnbescheid müssen Sie erst einmal vorstrecken die Höhe wird Ihnen das Mahngericht schriftlich mitteilen. Diese Kosten muß Ihnen der Schuldner aber auch erstatten.

Sollten Sie sich entscheiden einen Anwalt einzuschalten, der das Mahnverfahren für Sie übernimmt, so ist der Schuldner verpflichtet auch die Kosten des rechtlichen Beistandes zu tragen, wenn die Forderung gegen Ihn tatsächlich besteht.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Vetter
Rechtsanwältin

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