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DHL will beschädigte Ware nicht ersetzen


| 24.05.2007 21:56 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



Sehr geehrte Anwälte,

Ich habe über ein Internetforum einen Auspuff von Privat gekauft, da ich den Verkäufer vom Forum her kannte und ich das Geld hier in Bar liegen hatte, haben wir vereinbart, das er den Auspuff pre Paket und ich das Geld in Bar per Brief zu Ihm schicke.
Der Auspuff kam dann auch an, aber die Sendung wurde beschädigt.
Der Verkäufer hat sein Geld natürlich auch erhalten. Ich habe dann die Beschädigung bei der Post/DHL angezeigt, die Sendung dort abgegeben, es wurde geprüft und festgestellt das DHL den Schaden durch unsachgemäßen Transport verursacht hat. Der Schaden wurde vom Versender an mich abgetreten, ich dachte OK, habe den Warenwert angegeben.
Das reichte aber nicht DHL wollte einen Kaufbeleg etc. ich habe dann den Emailverkehr ausgedruckt und zugesendet, dass reichte denen aber auf einmal auch nicht mehr.
Dann habe ich den Verkäufer gebeten den Erhalt von 230,-€ in Bar zu bestätigen.
Ich habe dann einen vom Verkäufer unterschriebenen Kaufvertrag bekommen, in dem der Erhalt des Geldes bestätigt wurde.

Aber leider teilte mir DHL mit das auch dieses nicht ausreichen würde um Ersatz zu leisten, die Kundenbetreung habe ich auch mehrfach vergeblich angerufen, ich solle alles schriftlich machen hieß es.
Da ich also angeblich den Wert des beschädigten Gutes nicht beziffern könne, bot man mir als Ersatz lediglich 80,- zzgl. 30,- für die Versandkosten an.
Dieses Angebot lehnte ich schriftlich ab und bat erneut die komplette Summe zu erstatten, da ja eindeutig ein Kaufbeleg / Kaufvertrag vorliegt.
Darauf habe ich heute wieder einen Brief bekommen, in dem mir mitgeteilt wurde, da ich die 80,-€ ja nicht angenommen hätte, würde ich jetzt garnichts bekommen.

Was tun ?

Der Preis für den Auspuff waren 200,- zzgl. 30,- Versand als Sperrgut.
Und dieses hätte ich gerne von DHL ersetzt, der Schaden wurde bereits am 26.03.07 gemeldet.

Ein Unterschriebener Kaufvertrag sollte ja wohl wirklich reichen oder ?


MfG

Dirk Reinhold

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Sehr geehrter Fragesteller,

Gemäß § 425 HGB haftet der Frachtführer für den vorhandenen Schaden:


§ 425 Haftung für Güter- und Verspätungsschäden. Schadensteilung

(1) Der Frachtführer haftet für den Schaden, der durch Verlust oder Beschädigung des Gutes in der Zeit von der Übernahme zur Beförderung bis zur Ablieferung oder durch Überschreitung der Lieferfrist entsteht.


Gemäß § 429 HGB hat der Frachtführer Schadensersatz zu leisten.

Gemäß Absatz 4 wird der hier vereinbarte Kaufpreis als Wert des Auspuffes vermutet, was bedeutet, dass DHL nachweisen müsste, dass der Wert des Auspuffes deutlich niedriger ist.

Prinzipiel muss die DHL nur für den tatsächlichen Schaden eintreten, was hier vorliegend der mit dem Verkäufer vereinbarte Kaufpreis ist, weswegen die Weigerung der DHL nach Vorlage ihres Kaufvertrages den Schaden zu ersetzen nicht nachvollziehbar ist.

Aus Ihren Schilderungen entnehme ich, dass die DHL am Wert des Auspuffes zweifelt( Anscheinend nimmt Sie einen Wert in Höhe von 80 Euro an), da ein vereinbarter Kaufpreis, der weit über dem aktuellen Wert liegt auch nicht vom Frachtführer übernommen werden müsste.

Hier trifft die DHL jedoch die Beweislast, weswegen ich vorschlagen würde, einen Anwalt einzuschalten, da aufgrund der Weigerung, den Schaden zu ersetzen dessen Kosten als ersatzfähiger Schaden ebenfalls vom Frachtführer übernommen werden müssen.Sie können die DHL natürlich auch persönlich unter Bennennung der Ihnen hier genannten §§ anschreiben, wenngleich die Wirkung wohl nicht dieselbe sein wird, wie wenn ein Kollege dies für Sie erledigt.


§ 429 Wertersatz

(1) Hat der Frachtführer für gänzlichen oder teilweisen Verlust des Gutes Schadenersatz zu leisten, so ist der Wert am Ort und zur Zeit der Übernahme zur Beförderung zu ersetzen.

(2) 1Bei Beschädigung des Gutes ist der Unterschied zwischen dem Wert des unbeschädigten Gutes am Ort und zur Zeit der Übernahme zur Beförderung und dem Wert zu ersetzen, den das beschädigte Gut am Ort und zur Zeit der Übernahme gehabt hätte. 2Es wird vermutet, daß die zur Schadensminderung und Schadensbehebung aufzuwendenden Kosten dem nach Satz 1 zu ermittelnden Unterschiedsbetrag entsprechen.

(3) 1Der Wert des Gutes bestimmt sich nach dem Marktpreis, sonst nach dem gemeinen Wert von Gütern gleicher Art und Beschaffenheit. 2Ist das Gut unmittelbar vor Übernahme zur Beförderung verkauft worden, so wird vermutet, daß der in der Rechnung des Verkäufers ausgewiesene Kaufpreis abzüglich darin enthaltener Beförderungskosten der Marktpreis ist.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

freundliche Grüße

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 10.01.2009 | 23:03


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Top Arbeit !"
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