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DHL verliert Paket aus Ebay Privatverkauf + sieht keine Einstandspflicht gegeben

22.06.2020 18:27 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


18:48
Seit dem 06.05.2020 ist ein Paket für mich unterwegs. Ich konnte der Sendungsverfolgung entnehmen, dass das Paket zunächst fehlgeleitet wurde, was die Auslieferung verzögert hat. Schließlich sollte das Paket am Di, 12.05.2020 zugestellt werden.

Dann erschien in der Sendungsverfolgung:
Leider war eine Zustellung der Sendung nicht möglich. Gründe hierfür können sein: Kein Zugang zum Gebäude, kein Schild an der Klingel, Empfänger ggf. verzogen, etc.
Ich arbeite von zuhause und bin dort den ganzen Tag anzutreffen. Ich wohne bereits seit mehr als 9 Jahren unter der angegebenen Adresse. Ein solcher Vorfall ist aber bislang noch nie vorgekommen.

Nach einem Anruf bei DHL teilte mir ein Mitarbeiter mit, dass am Folgetag ein erneuter Zustellungsversuch unternommen würde. Auch das war leider nicht der Fall. Bei einem erneuten Anruf bei DHL teilte man mir mit, dass in einem solchen Fall, das Paket wieder zurück an den Absender geschickt würde.
Danach hat sich der Status der Sendungsverfolgung wochenlang nicht mehr verändert.

Daraufhin habe ich die Sendung schriftlich bei DHL reklamiert und bekam eine Rückmeldung in der ich aufgefordert wurde weitere Dokumente zum Nachweis des Paketinhalts nachzureichen.
Da es sich um einen Ebay-Privatverkauf handelt, hatte ich leider keine "lesbare Kopie einer Rechnung" vorliegen. Also habe ich das was einer Rechnung am nächsten kommt beigefügt, einen Screenshot der Kaufbestätigung. Ebenso den Kontoauszug der Überweisung an die Verkäuferin.

In der Zwischenzeit stand ich auch die ganze in Kontakt mit der Verkäuferin. Sie schickte mit zur Bestätigung der Korrektheit der Kontaktdaten und der Einlieferung die DHL-Paketmarke. Ich habe sie aufgefordert auch Ihrerseits einen Nachforschungsantrag bei DHL zu stellen.

Am Mi, 27.05.2020, also mehr als 2 Wochen später, tat sich endlich wieder etwas in der Sendungsverfolgung:
Aufgrund einer Beschädigung der Umverpackung wurde die Sendung neu verpackt.
Danach sollte die Sendung wieder zurück an den Absender geschickt und am 29.05.2020 dort zugestellt werden.

An diesem Tag änderte sich erneut der Status der Sendungsverfolgung:
Leider war eine Zustellung der Sendung nicht möglich. Gründe hierfür können sein: Kein Zugang zum Gebäude, kein Schild an der Klingel, Empfänger ggf. verzogen, etc.
Wiederum habe ich die Verkäuferin kontaktiert, die mir bestätigt hat, dass Sie kein Paket bekommen hat.

Erneut habe ich bei DHL angerufen und im Telefonat erfahren, dass dort scheinbar kein Nachforschungsauftrag der Verkäuferin vorliegt. Wie der Mitarbeiter am Telefon mir bestätigte, waren meine eigenen Telefonate und Anfragen zur Sendungsnummer jedoch bei DHL verzeichnet.
Dann teilte er mir mit, dass ich als Empfänger aber gar nicht berechtigt bin, einen Nachforschungsauftrag zu stellen. Das könne lediglich der Absender und Vertragspartner mit DHL. Dieser sei sogar verpflichtet sind den Antrag zu stellen.
Mir wurde ebenfalls vom DHL-Mitarbeiter nahegelegt den Kaufpreis vom Absender zurückzufordern, da bei einem verlorenen Paket die Entschädigung nur an den Absender geht.

Auf meine Nachfrage hin, hat mir die Verkäuferin aber nochmals bestätigt, dass Sie einen Nachforschungsantrag bei DHL gestellt hat.
Letzter Status seit dem 09.06.2020:
Die Sendung konnte nicht zugestellt werden. Bitte kontaktieren Sie DHL.

Am 17.06.2020 erhielt ich dann ein postalisches Schreiben des Schadensmanagements der Deutschen Post. Grundaussage des Schreibens ist, dass ich scheinbar Opfer eines Betrugs geworden bin und dass keine Einstandspflicht seitens DHL zu dem von mir reklamierten Verlust gegeben ist.
Zusätzlich schlägt DHL mir vor, dass ich einen Ausgleich mit dem Absender suchen soll und dieser sich dann mit DHL auseinandersetzen soll.
Ich stehe zwar die ganze Zeit in E-Mail-Kontakt zur Verkäuferin, die mir versichert von Ihrer Seite alles getan zu haben, aber den Kaufpreis möchte sie mir natürlich nicht zurückerstatten.

Was kann ich als Empfänger/Käufer noch tun um entweder mein Paket zu erhalten oder den Kaufpreis zurück zu bekommen?
Bleibe ich auf meinen Kosten (im voraus überwiesener Kaufpreis) sitzen?
22.06.2020 | 19:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier versucht DHL sich aus der Verantwortung zu stehlen:


Gegen die Verkäuferin haben Sie keinen Anspruch, wenn diese das Paket ordnungsgemäß abgeschickt hat.

Davon gehe ich einmal aus.

Aber lassen Sie das unbedingt schriftlich in Form einer eidesstattlichen Versicherung (Ich versichere hiermit an Eides statt....") bestätigen.

Die Verkäuferin kann dann auch als Zeugin zur Verfügung stehen.


Gegen DHL haben Sie (noch) keinen Anspruch, da Sie nicht Vertragspartner des Transportvertrages sind. Das ist die Verkäuferin.

Sie müssen sich daher von der Verkäuferin auch deren vertragliche Ansprüche gegen DHL schriftlich abtreten. Dazu ist sie verpflichtet.

Dann erst können Sie unter Vorlage der Abtretungsurkunde gegen DHL vorgehen und sollten auch die Erklärung der Verkäuferin, dass diese das Paket mit der Ware ordnungsgemäß aufgegeben hat.

Dann werden Sie die Ersatzansprüche gegen DHL durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 29.06.2020 | 18:10

Ich habe Verkäuferin aufgefordert mir eine eidesstattlichen Versicherung und eine Abtretungsurkunde ihrer vertraglichen Ansprüche gegenüber DHL auszustellen. Seitdem habe ich aber leider nichts mehr von ihr gehört.
Sie schreiben, dass die Verkäuferin dazu verpflichtet ist.
Was kann ich tun, wenn sie dieser Verpflichtung nicht nachkommt und mir die erforderlichen Unterlagen nicht schickt?
Gibt es eine Frist die ich gegenüber DHL einhalten muss?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.06.2020 | 18:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Frist gegenüber DHL beträgt ein Jahr, aber eben nur für deren Vertragspartner.

Sie selbst können derzeit nichts gegen DHL unternehmen.

Die Verkäuferin sollte unter Fristsetzung aufgefordert werden.

Macht Sie es nicht, können Sie wegen dieser Verweigerung Schadenersatz gegen die Verkäuferin machen und dann in Höhe Ihres Verlustes.

Fordern Sie sie daher nochmals unter Friostsetzung auf. Danach beantragen Sie einen Anwalt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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