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DHL Transportschaden, Abtretung der Schadensersatzansprüche

09.10.2014 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich bitte um eine Beratung zu folgendem Thema:

• eBay-Auktion (privat an privat)

Verkaufspreis 126€; ich bin Verkäufer

• Mit wem liegen Sie in Streit und seit wann?

Käufer gab negative Bewertung vor ca 8 Monaten, vor einer Woche erhielt Verkäufer ein Schreiben von seinem Anwalt

• Was genau ist passiert?

Käufer (K) ersteigert gebrauchten Elektronikartikel (Verstärker, ca. 25 kg) von Verkäufer (VK). Dienstleister (DHL) liefert Artikel nach Irrwegen (Lieferung an falsches Depot, dann Umleitung, etc, über Sendungsverlauf einsehbar) bei K an, dieser nimmt Artikel trotz leichter Schäden am Paket an. K informiert VK über technischen Defekt am Gerät. VK weist K an, Artikel bei DHL zu beanstanden. Dies tut der K innerhalb der Beanstandungsfrist, Artikel wird nach Prüfung an K returniert. VK erhält Schreiben von DHL, dass der Artikel nicht AGB-konform verpackt war. Vollständige Funktion des Artikels sowie versandsichere Verpackung kann vom VK mit Zeugen bestätigt werden. K verlangt Kaufpreis zurück, will den Artikel aber erst nach Erhalt der Forderung zurücksenden. VK informiert K, dass Mängelbeseitung bzw. Kaufpreiserstattung nur möglich ist, wenn Artikel an VK zurückgesendet wird. K weigert sich.

VK erhält Monate später ein Schreiben vom Anwalt des K, in dem gefordert wird, dass die Schadensersatzansprüche an DHL an den K agbetreten werden sollen.

• Haben Sie selbst bereits schriftlich reagiert?

Nein.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie die Ware ordnungsgemäß verpackt haben, sind Sie mit der Abgabe bei DHL auf der Haftung.

Das Risiko, dass der Transport nicht ankommt oder die Ware beschädigt wird, liegt beim Käufer, § 447 BGB.

Der Käufer hat zunächt keinen Anspruch gegen den Transporteur, da zwischen diesen Beiden kein Vertragsverhältnis besteht.

Also hätte der Käufer eigentlich Pech gehabt.

Nun gibt es aber die Möglichkeit, dass der Käufer gegen den Transporteur auch ohne Vertrag vorgehen kann. Dafür benötigt er die Abtretung Ihrer Ansprüche gegen DHL.

Diese Abtretung können und sollten Sie also erklären.

Machen Sie aber auch deutlich, dass damit der Fall für Sie erledigt ist.

Sichern Sie vorsorglich Beweise, dass die Ware ohne Mängel verpackt worden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2014 | 11:10

Vielen Dank für Ihre Antwort,

Habe ich Sie in den folgenden Punkten richtig verstanden:
- Die Abtretung der Ansprüche gegen DHL sollte ich erklären, obwohl DHL den Fehler einfach auf den Versender schiebt? Ist diese Abtretung gesetzlich vorgeschrieben? Da es keine Erstattung durch die Transport-Versicherung gab und DHL sich querstellt, führt diese Abtetung für keine der Steitparteien zum Ziel, oder ist das anders zu sehen?
- Wie kann ich im Nachhinein dafür sorgen, dass wie Sie schreiben Beweise dafür, dass die Ware ohne Mängel verpackt worden ist, vorliegen? Dies liegt nun schon Monate zurück. Die Ware wurde wie schon geschrieben zusammen mit einem Zeugen zunächst getestet und dann sicher verpackt. Sollte diese Zeugenaussage schriftlich dokumentiert sein?
- Ist es ratsam, das Antwortschreiben ebenso anwaltlich verfassen zu lassen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2014 | 11:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

zu den Nachfragen:

- Die Abtretung der Ansprüche gegen DHL sollte ich erklären, obwohl DHL den Fehler einfach auf den Versender schiebt? Ist diese Abtretung gesetzlich vorgeschrieben? Da es keine Erstattung durch die Transport-Versicherung gab und DHL sich querstellt, führt diese Abtetung für keine der Steitparteien zum Ziel, oder ist das anders zu sehen?

Ja, sollten Sie. Es ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber zur vertraglichen Nebenverpflichtung gehören.

- Wie kann ich im Nachhinein dafür sorgen, dass wie Sie schreiben Beweise dafür, dass die Ware ohne Mängel verpackt worden ist, vorliegen? Dies liegt nun schon Monate zurück. Die Ware wurde wie schon geschrieben zusammen mit einem Zeugen zunächst getestet und dann sicher verpackt. Sollte diese Zeugenaussage schriftlich dokumentiert sein?

Sie haben doch selbst ausgeführt, dass

„Vollständige Funktion des Artikels sowie versandsichere Verpackung kann vom VK mit Zeugen bestätigt werden."

Also sollten Sie es sich von diesen Zeugen schriftlich bestätigen lassen.


- Ist es ratsam, das Antwortschreiben ebenso anwaltlich verfassen zu lassen?

So wie Sie es schreiben, wird es ratsam sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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